Wie kann man sich mit einem technisch simplen Produkt wie einem Hardtail-Rahmen von der Masse absetzen? Diese Frage haben sich die Conway-Entwickler gestellt. Herausgekommen ist ein 29er-Carbon-Racebike, das mit speziellen Detaillösungen überzeugen und mit den Top-Hardtails der Konkurrenz mithalten will.
Die harten Fakten vorneweg: Das Komplettrad soll ab 1800 Euro erhältlich sein, der Top-Rahmen soll unter 1000 Gramm wiegen. Hier kommt eine hochwertigere Carbon-Fertigungstechnik zum Einsatz. An den günstigeren Modellen wird ein etwas einfacherer und schwerer Rahmen verbaut.
Zu den Detaillösungen: Conway setzt auf einen Sattelrohrdurchmesser von 30,9 Millimetern. Somit steht eine breite Auswahl an Teleskop-Sattelstützen bereit. Die Zugverlegung für Dropper-Posts läuft komplett im Inneren des Rahmens. Wer mit starrer Stütze fahren möchte, kann auf gut flexende 27,2er-Modelle zurückgreifen. Dazu legt Conway eine passende Distanzhülse bei und verbaut diese an Modellen ohne Telestütze.
Um das Oberrohr vor unschönen Einschlägen von Schalt- und Bremshebeln oder Lenkerenden zu schützen, setzt Conway auf einen Lenkanschlagsbegrenzer, der im unteren Teil des Steuersatzes steckt. Somit können problemlos flache Race-Lenker gefahren werden. Der Rahmen ist für die Montage von Umwerfern vorbereitet, es wird Modelle mit Einfach- sowie Mehrfach-Antrieben geben.
Im Unterrohr unter dem Flaschenhalter ist eine größere Öffnung für den Akku einer Shimano Di2 vorgesehen. Das erleichtert zudem die Verlegung der komplett innen verlaufenden Züge.
Weiteres Gimmick: Die Gewindeeinsätze an den Bremssattelaufnahmen sind wechselbar. Ein kaputtes Gewinde stellt somit kein Problem mehr dar. Dies gilt für alle Gewinde am Rahmen, denn alle Inserts sind wechselbar.

Redakteur CvD