Rocky Mountain Element Rocky Mountain Element

Neuheiten 2017: Fahrbericht Rocky Mountain Element

Edel-Racer bekommt mehr Trail-Performance

Florentin Vesenbeckh am 29.06.2016

Das Element kommt 2017 spaßorientierter daher: Die Front bekommt 120 Millimeter Federweg, die Geometrie wird flacher und zudem einstellbar. Gemacht für Alpenüberquerungen und toughe Etappen-Rennen.

Der Race-Klassiker Rocky Mountain Element wurde für 2017 komplett überarbeitet und dabei mehr auf Trail getrimmt. 120 Millimeter-Gabeln arbeiten mit einem feinfühligen 100-Millimeter-Heck zusammen. Das Ride9-System von Instinct und Co. kommt jetzt auch am Element zum Einsatz, wodurch die Geometrie und das Fahrwerk auf persönliche Vorlieben angepasst werden können. So liegt der Lenkwinkel zwischen 69 und 70 Grad. Die Kettenstreben wurden für ein 29er angenehm kurz gehalten (437 bis 439 Millimeter), das Oberrohr fällt im Vergleich zum Vorgänger länger aus.

Rocky Mountain Element

Die Züge sind sauber im Rahmen verlegt, eine große Öffnung bietet Platz für den Akku einer Di2 oder elektronischer Federungssysteme.

Rocky Mountain Element

Im Rahmen finden zwei Flaschenhalter Platz.

Der Rahmen wiegt 2250 Gramm (inkl. Dämpfer) und ist für die Verwendung von Shimanos elektronischer Di2-Schaltung und andere Spielereien vorbereitet. An Vorderrad und Hinterrad nimmt der Boost-Standard 29-Zoll-Laufräder auf. Der Rahmen ist für eine Umwerfer-Montage vorbereitet und für den deutschen Markt wird es zwei Modelle mit 2x11-Antrieb geben.

Geometrie Rocky Mountain Element neu

Die Geometrie des neuen Rocky Mountain Element in der Übersicht

Rocky Mountain Element

Optischer Leckerbissen: Für das Gelenk am Hinterbau wurde das Gewinde ins Carbon einlaminiert.

Rocky Mountain Element

Neunfach Einstellbar: Geometrie und Fahrwerk lassen sich auf persönliche Vorlieben und Fahrergewicht tunen.

Rocky Mountain Element

Die BC Edition für anspruchsvollere Trails: kürzerer Vorbau, potentere Gabel und massive Reifen.

Das Element wird es in fünf Modellvarianten zwischen 3700 und 10500 Euro geben.

Erster Fahrbericht des neuen Rocky Mountain Elements:

Die ersten Meter auf dem Trail machen eins sofort klar: Des Element ist kein typisches Race-Fully! Doch der Reihe nach, vor dem Trail-Vergnügen müssen wir das Element 970 RSL erstmal zum Traileinstieg pedalieren. Auf dem moderat ansteigenden Schotterweg Richtung Gipfel pumpt das Fahrwerk (Rocky-typisch) leicht. Vortriebsorientierte Biker betätigen einfach den Remote Hebel für den Dämpfer am Lenker und siehe da: es herrscht Ruhe am Heck. Die angenehme, nicht zu sportliche Sitzposition und die gut rollenden Maxxis Ikon Reifen sorgen für Spaß beim Klettern. Wir kamen mit der Einfach-Übersetzung (32er Kettenblatt und 11-42er Kassette) gut zurecht. Für Verfechter von Zweifach-Kurbeln gibt es das Element 970 RSL auch mit einer XT 2x11 Schaltung.

Fahrbericht Rocky Mountain Element 2017

Wir haben beireits einen ersten Fahreindruck gesammelt. Vor allem im Singeltrail schlägt sich das neue Rocky Mountain Element gut. 

Rocky Mountain Element RSL 970

Wir haben das Rocky Mountain Element RSL 970 bereits über die Trails gejagt.


Bevor wir uns am Gipfel in den Trail stürtzen versenken wir die Reverb Sattelstütze und öffnen den Dämpfer. Das Fahrwerk arbeitet sensibel, die 120 Millimeter Federweg an der Gabel verleihen ein Gefühl von Sicherheit, vorallem wenn der Trail mal steiler und verblockter wird. Die 100 Millimeter, die der Fox Performance-Dämpfer bereitstellt, fühlen sich üppig an und können mit der potenten Gabel gut mithalten. Dysbalancen im Fahrwerk, aufgrund der unterschiedlichen Federwege, sind nicht zu spüren. Sobald der Trail verwinkelter wird, schlägt die Stunde des Rocky-Neulings. Quirlig und lebendig lässt sich das Element durch die Kurven lenken. Die moderaten 438 Millimeter langen Kettenstreben und das angenehme Cockpit mit 760 Millimeter breitem Lenker dürften einen Großteil zum Spieltrieb des Fullys beitragen. Lediglich die dünnwandigen Reifen begrenzen den Fahrspaß bergab.

Fazit zum Rocky Mountain Element: 

Das Element ist kein typisches Race-Fully, sondern viel mehr ein sportlicher Tourer mit einer Vorliebe für Singletrails. Hardcore-Racer brauchen weder den breiten Lenker, noch die Teleskopstütze. Alle anderen freuen sich über den breiten Einsatzbereich des neuen Rocky Mountain Elements.
 

Florentin Vesenbeckh am 29.06.2016
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