Snow Bike Festival 2016 Snow Bike Festival 2016

Snow Bike Festival 2016 in Gstaad mit Fatbike-Etappenrennen

Mit Fatbike durch Kuhstall: Etappenrennen in Gstaad

Adrian Kaether am 08.02.2016

Ein Etappenrennen mit Fatbikes? Gar nicht so abwegig, wenn die Downhills im Winter über Ski- und Rodelpisten führen. Beim Snow Bike Festival im schweizerischen Gstaad waren die Dickerchen die Regel.

Ein Etappenrennen mit Fatbikes? Bei den meisten Mountainbike-Veranstaltungen bleibt das die Ausnahme, denn die breitbereiften Monsterbikes sind nicht gerade für spritziges Handling oder hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten bekannt. Doch die Bedingungen beim Snow Bike Festival, das vom  22. - 24. Januar 2016 in Gstaad stattfand, waren auch alles andere als normal. Der Winter hatte das kleine Dorf im Berner Oberland fest im Griff. Und die Fatbikes waren die Regel.

Das Thermometer zeigte eisige -11 °C am Start der ersten Etappe und dichter Schnee bedeckte die Landschaft, so weit das Auge reichte. Wäre man auf dem festgefahrenen Schnee mit einem Cross-Country Bike nicht doch schneller? Eine Frage, die sich keiner der Teilnehmer mit Ja beantwortete hatte. Und spätestens in der langen und schnellen Abfahrt der ersten Etappe, die mit 29 Kilometern und 933 Höhenmetern auch an die Bedingungen und die Bikes angepasst war, war jeder Fahrer froh über die fette Kontaktfläche, die drei bis vier Zoll breite Reifen und geringer Luftdruck bieten können.

"Ein schönes Rennen. Wirklich gut. Am Start war es kalt, doch dann waren wir schnell aufgewärmt. Obwohl es bis nach Rougemont keine Sonne hatte. Ich kann bestätigen, dass der kleine Flughafen der kälteste Ort im Tal ist", sagte Paul Bühler, ein erfahrener Marathonbiker, der viele Etappenrennen, das Cape Epic, und das Swiss Epic sowie die Bike-Transalp mehrmals bestritten hat, nach der ersten Etappe.

Der Schweizer Johann Tschopp sicherte sich den ersten Etappensieg, Thomas Misser aus Spanien setzte sich in der letzten Abfahrt gegen Daniel Gathof aus Deutschland durch, bei den Frauen siegte die Niederländerin Hielke Elferink. Ein ähnliches Bild sollte sich auch über die zweite und dritte Etappe mit 35 und 25 Kilometern halten. Doch das zusätzliche Eliminator-Rennen brachte noch einmal frischen Wind in die Gesamtrangliste.

Wie beim Cross-Country-Eliminator sprinteten die Biker in Vierer-Gruppen am Samstag Abend den 23. Januar bei Nacht und Flutlicht aus den Startblöcken auf die eigens dafür vorbereitete Skipiste. Enge Kurven und kurze Zwischengeraden wechselten mit einigen kleinen Sprüngen. Hier setzte sich der Franzose Julien Conan durch, der sich damit letztendlich den dritten Gesamtrang vor Daniel Gathof sicherte. Zweiter wurde Thomas Misser, der sich so auch im Gesamtranking knapp vor Johann Tschopp setzen konnte. Bei den Frauen holte sich wieder Hielke Elferink den Sieg und damit auch überlegen den Gesamtsieg.

Hier finden sie die Ergebnisliste.

Adrian Kaether am 08.02.2016
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