Rapage-Favoriten 2017: Cam Zink Rapage-Favoriten 2017: Cam Zink

Red Bull Rampage 2017

Rampage: Vorschau, Favoriten und Livestream

Laurin Lehner am 24.10.2017

Die besten Freerider der Welt treffen sich bei der Rampage zum harten Kampf um die Freeride-Krone. Hier sind die Favoriten. Sie können die Rampage live und in voller Länge auf unserer Webseite sehen.

Ende Oktober pilgern wieder die weltbesten Freerider in die Wüste nach Utah (USA) zur Rampage, um ihren König zu krönen. Kein anderes Mountainbike-Event ist spektakulärer, riskanter und beliebter. Viele sehen in der Red Bull Rampage die inoffizielle Weltmeisterschaft der Freerider. Sprich: Wer in Utahs Felsenwüste siegt, ist unbestritten der Champion seiner Zunft – gerade jetzt, wo die FMB World Tour immer akrobatischer wird und eher Slopestyle World Tour heißen müsste.

Red Bull Rampage 2013

Best Trick: Cam Zink landete den wohl spektakulärsten Backflip der Zweirad-Geschichte.

Zum 12. Mal findet die Rampage dieses Jahr statt. Die besten zehn Rider des Vorjahres sind automatisch dabei, elf weitere wurden durch das Rampage-Kommitee eingeladen. Unter ihnen der französische Newcomer Vincent Tupin, der schon auf der Fest-Serie bewiesen hat, dass ihn große Sprünge nicht schrecken. Tupin profitierte davon, dass Podiums-Kandidat Graham Agassiz verletzungsbedingt ausfällt. In dieser Liste der Rampage-Teilnehmer 2017 ist das aber noch nicht berücksichtigt. Was aber stimmt: Auch dieses Jahr stellen die USA und Kanada die meisten Teilnehmer und wieder ist kein deutscher Freerider dabei – zur Enttäuschung der deutschen Szene.

Red Bull Rampage 2013

Publikums-Liebling: Kelly McGarry (†2016) fuhr mit seinem 22-Meter-Backflip über das Canyon-Gap 2013 auf Rang zwei und heimste die höchste Online-Wertung der Zuschauer ein.

Dabei glaubt Organisator Todd Barber, dass gerade 2017 die beste aller Rampages gelingen werde. "Wir sind jetzt zum zweiten Mal an dieser Location. Die Athleten haben also Zeit, ihre Lines vom Vorjahr zu verbessern und müssen sie nicht erst bauen", erklärt Barber und spekuliert auf noch radikalere Action. Zusätzlich wird ein weiterer neuer Berggrat freigegeben, um den Fahrern noch mehr Spielraum zu verschaffen.

Vollständiges Interview des FREERIDE Magazins mit Rampage-Organisator Todd Barner >>

Doch es gibt auch Kritiker dieser "Back to the Roots"-Strategie. Sie bezweifeln, dass der Schritt zu ausschließlich natürlichem Gelände der richtige war. Denn Mega-Stunts wie der 17 Meter hohe Oakley-Sender oder das monströse Canyon-Gap (25 Meter) garantierten in der Vergangenheit Action, die selbst Laien nachvollziehen konnten und die weltweit für Sensation sorgten (siehe Fotos oben).

Im natürlichen Terrain dagegen fällt es selbst Experten schwer, die technische Schwierigkeit einzuschätzen. "Wir halten an unserer Prämisse fest: keine gebauten Stunts mehr!", sagt Barber und begründet die Entscheidung damit, dass die gebauten Mega-Stunts die Rider dazu zwangen ihre Abfahrten auf sie auszurichten. Darunter litt der ursprüngliche Rampage-Spirit.

Rapage-Favoriten 2017: Cam Zink

Rampage-Champion Cam Zink in der Senkrechten: Der Laien-Zuschauer kann die Schwierigkeit solcher technischen Abfahrten kaum einschätzen.

Spannend für kommende Rampage-Aspiranten: Nächstes Jahr soll es eine "kleine Rampage" als eigenständigen Wettkampf geben. Hier sollen sich neue Talente für den Haupt-Event qualifizieren. Damit begegnet Barber der Kritik, dass die Organisatoren die immer gleichen Athleten einlüden und der Wettkampf so langfristig an Spannung verlieren könnte. Und warum immer Utah? "Wir suchen noch immer", sagt Barber, "doch bisher bietet nur Utah die ultimativen Voraussetzungen für einen Big-Mountain-Wettkampf."

Stichtag: 27. Oktober – Übertragung der Red Bull Rampage 2017

Der Countdown läuft - Stichtag ist Freitag, der 27. Oktober: Wir feuen uns, ab 18:00 Uhr den Livestream der Red Bull Rampage auf unserer Startseite www.bike-magazin.de zeigen zu können. Anschließend läuft die Wiederholung des kompletten Events.

Die Top 5: Rampage-Favoriten von Darren Berrecloth

Kaum jemand kennt die Rampage wie Darren Berrecloth. Auf diese Typen würde "The Claw" sein Geld setzen. Am 27. Oktober fällt die Entscheidung.

Rapage-Favoriten 2017: Brendon Semenuk

Darrens Rampage-Favoriten 2017 – Platz 1:
Brandon Semenuk (26) Team Trek - CAN
"Mich würde es nicht wundern, wenn Semenuk mit seinem Big Bike rückwärts eine Klippe runterspringt und dann in der Luft 180 Grad herumwirbelt. Der Typ hat es so raus – das konnte man bei seinem Crankworx-Run in Whistler sehen. Er konzentriert sich nur noch auf die Events, die ihn wirklich interessieren. Und da rangiert die Rampage ganz oben!"

Rapage-Favoriten 2017: Cam Zink

Darrens Rampage-Favoriten 2017 – Platz 2:
Cam Zink (31) Team YT - USA
"Wenn ich an Rampage denke, muss ich unweigerlich an Cam Zink denken. Der Typ gibt in Utah alles und läuft zur Höchstform auf. Denkt bitte nur an seine unglaublichen 360er-Drops! Zink ist keine Klippe zu hoch, keine Abfahrt zu steil. Ich glaube, dass er dieses Jahr noch mal alles geben wird – und soweit ich weiß, ist er gerade topfit."

Rapage-Favoriten 2017: Antoine Bizet

Darrens Rampage-Favoriten 2017 – Platz 3:
Antoine Bizet (25) Team Rose - FRA
"Der Typ ist ein Sender. Bizet gibt Vollgas und liebt das Risiko. Wenn es der wilde Franzose bis ins Ziel schafft, kann man sicher sein, dass er auf dem Podium landet. Doch nach zwei zweiten Plätzen bei der Red Bull Rampage wird es für Bizet diesmal nur Bronze geben. Obwohl er meist früh anreist, um viel zu trainieren."

Rapage-Favoriten 2017: Darren Berrecloth

Darrens Rampage-Favoriten 2017 – Platz 4:
Darren Berrecloth (35) Team Canyon - CAN
"Überrascht? Ja, auch ich bin fit und bereit. Eine Top-5-Platzierung ist für mich drin; ich setze mich auf Platz 4. Zwei dritte Plätze habe ich bei der Rampage über die Jahre erreicht und oft hat mir der Wind übel zugespielt. Wenn mir der Run gelingen sollte, den ich vorhabe, schaffe ich das. Denn: Big Mountain Riding – das ist mein Bereich!"

Rapage-Favoriten 2017: Tyler McCaul

Darrens Rampage-Favoriten 2017 – Platz 5:
Tyler McCaul (28) Team GT - USA
"Ich nenne ihn den ‚Silent Assasin‘ – den lautlosen Killer. T-Mac mag man nicht so direkt auf dem Schirm haben, doch der Kalifornier hat das Zeug, aufs Podium zu kommen. Er schreckt selbst vor den höchsten Klippen nicht zurück und fühlt sich in den Utah-Felsen äußerst sicher."

Laurin Lehner am 24.10.2017
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