Crankworx Innsbruck Szymon Godziek Crankworx Innsbruck Szymon Godziek

Crankworx Innsbruck 2017: Premiere in Tirol

Crankworx Innsbruck: Die Highlights im Video

Adrian Kaether am 30.06.2017

Das Crankworx in Innsbruck feierte am letzten Wochenende Premiere. Und es wurde ein großer Erfolg. Der vielleicht beste Slopestyle-Contest der letzten Jahre, ein fettes Whip Off und vieles mehr.

Das Crankworx Festival ist der Prototyp einer Erfolgsgeschichte. Alles begann Anfang der 2000er Jahre, als Mountainbiken in der Region um Vancouver immer mehr zum Lifestyle avancierte. Die Idee: Ein Festival zu schaffen, das dem Gravity-orientierten Biken eine Bühne geben sollte. Und natürlich alles nicht zu ernst, denn der Spaß ist ja immer noch das Wesentliche. In diesem Spirit fand 2003 das erste Crankworx in Whistler statt, mit einem Air-Downhill (sprunglastigem, aber gezeitetem Downhill), einem Bikercross, einer „Slopestyle Expression Session“ und ein paar kleineren Events.

Brett Rheeder Innsbruck Slopestyle Crankworx 2017

Brett Rheeder glänzte wieder mit technischen Kombinationen und überlegener Ausführung.

Schon das erste Festival konnte sich vor dem Zuspruch der Fans kaum retten, spätestens im zweiten Jahr war das Crankworx in Whistler ein Event von Weltrang und zementierte den Ruf von Whistler als das Epizentrum des Gravity-Sports. Über die Jahre kamen immer mehr Stopps des Festivals weltweit dazu, Rotorua vor drei Jahren, Les Gets vor zwei Jahren. Neu für dieses Jahr: Das Crankworx in Innsbruck. Und die Hauptstadt Tirols lieferte Stoke ohne Ende. Es war eines der besten Crankworx aller Zeiten! Alle Highlights haben wir für euch noch einmal in dieser Meldung zusammengefasst.


Slopestyle: Rogatkin versus Rheeder


Slopestyle ist die Königsdisziplin, das Highlight eines jeden Crankworx-Festivals. Die besten Athleten der Welt pushen hier die Grenzen dessen, was wir auf einem Bike für möglich halten. Jeder Fehler wird von den riesigen Features hart bestraft, aber die massige Airtime erlaubt die heftigsten Tricks, die man sich überhaupt vorstellen kann. Mit einem Score von 89,33 schaffte es Thomas Lemoine in Innsbruck endlich erstmals auf das Podium, auch Szymon Godziek, Nico Scholze, Thomas Genon und Emil Johansson waren sehr gut in Form. Doch Brett Rheeder und Nicholi Rogatkin bewegten sich in einer völlig anderen Liga. Ihre Runs waren jeder auf seine eigene Weise nahezu perfekt. Rogatkin mit den fettesten Tricks und dem ersten Cashroll Tailwhip überhaupt, Rheeder wie immer mit wahnsinnig viel Style, technischen Kombinationen und perfekter Ausführung. Und beide bewegten sich jenseits der sagenhaften 95 Punkte Marke. Kein Wunder, dass die Entscheidung der Jury am Ende wieder kontrovers diskutiert wird...

Martin Söderström nimmt euch mit und zeigt euch einen der besten Contests der letzten Jahre aus der Innenperspektive eines der größten Talente des Sports überhaupt. (c) Martin Söderström / Jesper Sundman Productions


iXS Downhill: Danny Hart holt den Sieg


Kein Gravity-Festival ohne ein richtiges Downhill-Rennen. Die Strecke in Innsbruck war voller Wurzlen und bedeckt von tiefem Staub. „Wie eine zahmere Version von Val di Sole“, wenn man Intense-Profi Jack Moir glauben mag. Neben ihm waren auch zahlreiche weitere Top-Athleten aus dem Worldcup am Start: Danny Hart, Brendan Fairclough, Dean Lucas, Laurie Greenland, Tracey und Mick Hannah und und und…

(c) Crankworx


Whip-Off


Eines der coolsten Events und die traditionelle Eröffnung des Festivals. Einfacher geht es eigentlich nicht: Die Veranstalter sorgen für einen riesigen Sprung, alle dürfen ein bisschen trainieren und wer dann im Finale den geilsten, größten und stylishsten Whip hinlegt, das Hinterrad am meisten raushängen lässt, der gewinnt. Was kann da schon schiefgehen?

Wer stellt die Karre am besten Quer? Am Ende ging der Sieg an Louis Reboul und Casey Brown aber der Train von Brendan Fairclough und Martin Söderström im Jogginganzug war schon auch ziemlich fett. Leider nicht im Finale.... (c) Crankworx


Pump Track Battle


Ein klassisches Festival Event. Erst ein bisschen trainieren, dann eine gezeitete Qualifikationsrunde, im Finale duellieren sich immer zwei, der schnellere kommt weiter. Dabei geht es wild durch alle Sparten des Sports, Rampage-Profi gegen Downhiller, Slopestyler gegen Amateure in wilden Klamotten und die Mountainbike-Legenden geben sich hier auch gerne die Ehre, selbst wenn sie ihre Profi-Karriere eigentlich schon an den Nagel gehängt haben.

(c) Crankworx


Dual Speed and Style


Wie beim Pumptrack Battle treten hier immer zwei Fahrer gegeneinander an. Gefahren wird mit Slopestylebikes, die Strecke ist eine Mischung aus Fourcross und Slopestyle. Am Ende gewinnt der schnellste aber getrickst werden muss auch, sonst zählt es nicht. Durch die kurzen Rennläufe auch für die Zuschauer ein sehr spannendes Event.

(c) Crankworx

Alle Ergebnisse und weitere Informationen gibt's auf der Website des Crankworx. Der  nächste Stopp der Crankworx World Tour und das Highlight der Saison ist das Crankworx in Whistler vom 11. bis 20. August 2017.

Adrian Kaether am 30.06.2017
Kommentare zum Artikel