Glaubt man den Umfragen, sind 29er-Fullys Außenseiter und Ladenhüter. Das könnte sich allerdings bald ändern. Denn die vollgefederten Riesenräder eignen sich perfekt als Touren-Begleiter. Hier finden Sie das Video zum Test sowie die komplette Punktetabelle.

Außenseiter haben’s schwer. Sie sind zwar anwesend, aber doch nicht präsent. Selbst, wenn man sie wahrnimmt, lässt man sie doch links liegen. 29er-Fullys teilen dieses Schicksal. Mehrere Umfragen haben gezeigt: Die Mehrheit der BIKE-Leser zeigt an dieser Kategorie wenig Interesse. Auch im Rennsport sind die 29er-Fullys eine Randgruppe. Im Gegensatz zu 29er-Hardtails werden sie verschmäht – mit einer Ausnahme: Weltmeister Jaroslav Kulhavy fährt das Specialized Epic S-Works 29er-Fully. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die meisten BIKE-Leser wollen also weiterhin 26 Zoll fahren. Doch die Front bröckelt: Bei den Hardtails scheinen die großen Räder langsam an den 26-Zoll-Pendants vorbeizuziehen. Wir von BIKE versuchen, mit der Frage nach den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Laufradgrößen entspannt umzugehen. Subjektive Vorlieben wird es immer geben, und das ist auch wichtig. Denn Biken ist kein ausschließlich rationaler Sport, sondern eine Leidenschaft – und da spielen nicht immer die nackten Zahlen die entscheidende Rolle. Doch im Rahmen unserer Tests versuchen wir, Vor- und Nachteile so objektiv wie möglich zu ermitteln und darzustellen. Was Sie daraus machen, liebe Leser, liegt alleine bei Ihnen.

Das 29er Angebot am Markt ist klein – noch!

© Markus Greber Die großen Räder rollen definitiv und wissenschaftlich bestätigt besser als 26 Zöller.

Die sechs Testbikes von BMC, Cannondale, GT, Kona, Rocky Mountain und Scott gehören zu dem guten Dutzend Firmen, die überhaupt 29er Fullys mit 100 Millimeter Federweg anbieten – Außenseiter eben. Dafür muss man etwas tiefer in die Tasche greifen, ab dreieinhalbtausend Euro geht’s in dieser Gruppe los.

Diese Bike-Klasse spricht eine große Zielgruppe an. Die Modelle sind nah dran am Urtyp des perfekten Tourenbikes. Von ihren Fähigkeiten decken sie Gesamt-Deutschland ab. Der Federweg und die Laufradgröße kommt allen entgegen, die gerne Forstwege ballern und trotzdem ist ein sehr guter Fahrer selbst am Gardasee nicht untermotorisiert.

Die Testergebnisse der 29er Marathonfullys finden Sie unten als PDF-Download.

Test: 29er-Marathon-Fullys aus BIKE 7/12

Glaubt mann den Umfragen, sind 29er-Fullys Außenseiter und Ladenhüter. Das könnte sich allerdings bald ändern. Denn die vollgefederten Riesenräder eignen sich perfekt als Tourenbegleiter. Sechs Bikes ab 3500 Euro haben wir getestet. Das Video zum Test mit allen Bikes in der Kurz-Vorstellung.

Christoph Listmann am 10.07.2012