Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: Manuel Fumic auf Cannondale Scalpel SI Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: Manuel Fumic auf Cannondale Scalpel SI

Olympia 2016: Manuel Fumic und sein Cannondale Scalpel SI

Das Olympia-Bike von Manuel Fumic

Ludwig Döhl am 15.08.2016

Das deutsche Aushängeschild im Cross Country blieb in der bisherigen Saison hinter seinen Möglichkeiten. In Rio wird Manuel Fumic mit seinem Cannondale Scalpel angreifen.

Manuel Fumic Olympia Bike

Mani uns sein Mechaniker checken die letzten Schrauben des Scalpels vor dem Start. In Rio wird er seine Stärke in der Abfahrt mit dem vollgefederten Cannondale Scalpel SI voll ausnutzen.

Manuel Fumic landete bei den Olympischen Spielen 2012 in London auf Rang sieben. In der bisherigen Saison blieb Mani jedoch hinter seinen Möglichkeiten. Beste Platzierung des deutschen Aushängeschilds im Worldcup 2016 war ein 13. Rang im französischen La Bresse. Beim Proberennen in Rio vergangenen Oktober war Manuel Fumic mit dem Hardtail auf der Strecke in Rio unterwegs, um die Medaillen will er aber mit seinem Scalpel-Fully kämpfen.

So fährt das Cannondale Scalpel SI von Manuel Fumic

Sofort nach dem Einklicken fällt auf, dass Fumic ein straffes Fahrwerk bevorzugt. So straff, dass wir mit rund 75 Kilo Körpergewicht (acht Kilo mehr als Fumic) den Luftdruck in Dämpfer und Gabel nicht erhöhen mussten.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: Manuel Fumic auf Cannondale Scalpel SI

Fumics Lefty-Gabel wurde speziell für ihn getuned. Für Deutschlands Medaillenhoffnung legte Larry Westny, Chef der 88+Headshok-Klinik, selbst Hand an.

Sein Mechaniker verrät uns, dass Mani viel Wert auf ein gut ausbalanciertes Fahrrad legt. Tatsächlich stimmt die Harmonie zwischen der Lefty-Gabel mit speziellem 88+Tune und dem Rock-Shox-Dämpfer. Fast synchron geben Dämpfer und Gabel ihre Federwege frei. Bergauf drücken wir aber erst mal den hydraulischen Full-Sprint-Lockout-Hebel. Danach federt das Fahrwerk nur noch die nötigsten Schläge weg.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: Manuel Fumics Cannondale Scalpel SI

Das Scalpel-Fahrwerk lässt sich Manuel Fumic ziemlich straff abstimmen. Ein Druck auf den hydraulischen Full-Sprint-Lockout-Hebel und es verhärtet komplett.

Fumic war bereits in Albstadt einer der Glücklichen mit Srams neuer Eagle-Schaltgruppe. Ob er das 50er-Ritzel wirklich gebraucht hat, wissen wir nicht. Uns half es auf alle Fälle im Red Bull Climb. Bergab schlägt die Stunde des Scalpels. Je schneller wir fahren, desto wohler fühlt man sich auf dem eher laufruhigen Fully.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: Manuel Fumic auf Cannondale Scalpel SI

Im Red Bull Climb auf der Rennstreck in Albstadt waren wir dankbar über das große 50er Ritzel.

Die dicken Moosgummi-Griffe am FSA-Carbon-Lenker liegen dabei angenehm in der Hand. Moosgummi-Griffe sind übrigens der letzte Schrei bei den Profis, sie waren an jedem von uns getesteten Bike verbaut.

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Zusammen mit der italienischen Firma Leonardi Factory hat das Team und Mechaniker Giacomo Angeli diverse Kettenführungen entwickelt. Unter www.leonardifactory.it gibt es zudem zahlreiche Cannondale-Tuning-Teile wie Lefty-Vorbauten oder Carbon-Rahmenschützer. 

Das Scalpel wird wahrscheinlich gleich drei Mal an der Startlinie von Rio stehen, den Fumics Kollegen Marci Fontana und Henrique Avancini spekulieren auch auf eine der begehrten Medaillen.

Technische Daten Cannondale Scalpel SI
Material / Größen Carbon / S / M / L / XL
Gewicht mit Pedale 10,32 kg
Gabel / Dämpfer Cannondale Lefty 88+ tuned / Rock
Shox Monarch
Kurbeln / Schaltung Sram Eagle / Sram Eagle XX1 1x12
Übersetzung / Lenkerbreite 36 / 10–50 / 700 mm
Vorbau Länge / Neigung 90 mm / -15 Grad
Bremsanalge / Disc-⌀ vorne / hinten Sram Level Ultimate / 160 / 160 mm
Sattelstütze / Sattel FSA K-Force / Prologo Evo X8 TR
Laufräder / Reifen / 
Luftdruck vorne / hinten
Enve 50/50-Felgen mit DT Swiss 240 s,
Lefty-Naben / Schwalbe Racing Ralph
29x2,25-Reifen / 1,5 bar / 1,5 bar

Das sagt Fumics Team-Mechaniker

"Seit 2004 arbeite ich für Worldcup-Teams. Vor meiner Zeit beim Cannondale-Cross-Country-Team habe ich unter anderem für so verrückte Typen wie Cedric Gracia im Downhill-Worldcup geschraubt. Verglichen mit den Abfahrtsspezialisten ist die Arbeit mit Mani super einfach. Er vertraut mir als Mechaniker voll, hat wenig Extrawünsche und ist immer gut drauf. Zu Gracias Zeiten verbrachte ich für Spezialwünsche die Nacht öfter mal im Fahrerlager."

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Teammechaniker Giacomo Angeli schätzt die vergleichsweise lockere Arbeitsatmosphäre im Cannondale-Cross-Country-Team.

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Ludwig Döhl am 15.08.2016
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