Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten

Test: Bikes für Frauen mit unterschiedlichen Konzepten

9 Mountainbikes für Frauen im großen BIKE-Test

Gitta Beimfohr, Sissi Pärsch am 31.10.2016

Ob es mit dem Trail klappt oder nicht, hängt oft vom richtigen Bike ab. Wir haben neun völlig unterschiedliche Frauen-Mountainbikes über die Trails gejagt – und dabei echte Freunde gefunden.

Kann man einen Fiat 500 mit einem Porsche vergleichen? Natürlich nicht. Beides sind Autos, aber das war’s dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. So ähnlich verhält es sich auch mit den neun speziellen Frauen-Bikes, die wir getestet haben.

Diese Frauen-Moutainbikes finden Sie im Test:

  • Cannondale Scalpel SI HM Race Rep (BIKE-TIPP: bergauf)
  • Canyon Nerve AL 9.0 SL WMN
  • Cube Sting WLS 140
  • Focus Spine Donna Evo
  • Liv Intrigue SX
  • Radon Skeen 120 7.0 Lady (BIKE-TIPP: Preis/Leistung)
  • Scott Contessa Genius 700
  • Specialized Rhyme Expert FSR 6Fattie (BIKE-TIPP: bergab)
  • Trek Lush Carbon 27,5

Fotostrecke: Test: Frauen-Bikes mit unterschiedlichen Konzepten

Jedes Bike ist völlig unterschiedlich in seinen Vorzügen, seiner Ausstattung und seinem Preis. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Hersteller noch immer völlig unterschiedlicher Meinung sind, wenn es darum geht: Brauchen Frauen überhaupt ein spezielles Bike und wenn ja, wie viel? Geeinigt hat man sich scheinbar zumindest darauf, dass kleine Frauen ein spezielles Bike brauchen, denn die Rahmengrößen der Frauen-Bike-Hersteller starten meist bei Größe XS und enden bei M. Speziell für Frauenkörper ausgetüftelte Geometrien bieten bisher nur Cannondale, Giant (Liv), Specialized und Trek an. Wobei Specialized an ihrem neuesten Frauen-Bike Rhyme den Unisex-Rahmen des Stumpjumpers verwendet, aber mit kürzeren Kettenstreben versehen hat (siehe Test Seite 13). Alle anderen Hersteller bieten einfach ihre Erfolgsmodelle in extra kleinen Größen an und versehen sie mit Teilen, die speziell für Frauen zugeschnitten sind.

Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten

Die ehemalige Worldcup-Downhillerin Nicole Beege reizte die Bikes bis zum Anschlag aus.

Insgesamt dürfen sich Frauen in den nächsten Jahren aber auf ein wachsendes Angebot freuen. Denn bei den Unisex-Bikes geht der Trend derzeit zu einer eher gestreckteren Sitzposition. Hersteller, die Frauen bisher noch problemlos auf ihre Herrenrahmen setzen konnten, werden sich daher etwas einfallen lassen müssen, um die stetig wachsende weibliche Kundschaft zu halten.

Derzeit ist das Angebot an Frauen-Bikes noch überschaubar, aber immerhin gibt es inzwischen eine Auswahl an unterschiedlichen Kategorien. Daher hier eine kurze Erklärung, welches Bike für welchen Einsatz gedacht ist:

Marathon-Fullys: Das Fahrwerk dieser Bikes ist auf Antriebseffizienz getrimmt. Sie sind um die 11,5 Kilo schwer und bieten 100–120 Millimeter Federweg. Genug, um einen deutlichen Komfortgewinn gegenüber einem Hardtail zu bieten. Reserven auf technischen Abfahrten haben diese Bikes aber nicht.

Trailbikes: Wer gern Touren mit langen Anstiegen fährt und bergab am liebsten auf Trails, der ist in dieser Kategorie richtig. Merkmale dieser Bikes: Gewicht um die 12,5 Kilo, 120–130 Millimeter Federweg und am besten eine vom Lenker aus versenkbare Sattelstütze.

All Mountains: Wer lieber mehr Spaß in anspruchsvollem Gelände hat und zu Lasten der Uphill-Tauglichkeit mehr Federwegsreserven haben will, leistet sich ein All Mountain mit 130–150 Millimetern Federweg. Diese Bikes wiegen um die 13,5 Kilo und haben eine Teleskopsattelstütze als Standard.

FAZIT: Marathon-Aspiranten werden mit dem Cannondale glücklich. Wer schnell bergauf, aber auf Komfort bergab nicht verzichten möchte, sollte die vortriebstarken Bikes von Radon oder Cube wählen. Wobei das Cube und das Scott auch bergab überzeugen. Richtig Spaß auf Trail und im Downhill aber machen Liv und Specialized.

Test 2016: Frauenbikes mit unterschiedlichen Konzepten

Nach der Trail-Fahrt die Pflicht: penibles Notieren der Fahreindrücke.

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Gitta Beimfohr, Sissi Pärsch am 31.10.2016
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