Test 2017: Storck Zero2Nine Test 2017: Storck Zero2Nine

Test 2017: Storck Zero2Nine

Hardtail: Storck Zero2Nine im Einzeltest

Florentin Vesenbeckh am 12.07.2017

Ein Storck-Bike unter 2000 Euro? Das ist man bei der hessischen Edel-Schmiede nicht unbedingt gewohnt.

Herzstück des Zero2Nine ist der sauber verarbeitete Alu-Rahmen mit geschwungenem Unterrohr und verschliffenen Schweißnähten. Die Arbeit glänzt nicht nur optisch, auch in puncto Steifigkeit setzt das Storck Maßstäbe. Auf dem Trail macht sich das in kompromisslosem Vortrieb bemerkbar.  Der Komfort ist eher gering. Der Blick auf die Waage lässt einen schlucken: Der Rahmen mit Steckachse wiegt in Größe L stolze 2200 Gramm. Das sind schon fast Stahlrahmenwerte! Die 120 Millimeter Federweg der Gabel lassen auf Downhill-Spaß hoffen, während der sehr lange Vorbau eher typisch für Bergaufmaschinen ist. Ja, was denn nun? Das Konzept ist nicht ganz schlüssig. Auch der Lenker bietet mit seinem Rise zwar Trail-Optik, fällt aber race-mäßig schmal aus. Die gestreckte Sitzposition macht das Handling unterm Strich etwas sperrig, besonders in technischen Bergabstücken. Zudem fühlen sich die harten Schwalbe-Performance-Reifen auf dem Trail nicht besonders wohl. Dank des üppigen Federwegs sind die Abfahrtseigenschaften dennoch ordentlich. Das Ansprechverhalten der Magura-Gabel allerdings könnte besser sein. Die gute Nachricht: Schon mit wenig Tuning – kürzerer Vorbau, breiterer Lenker, bessere Reifen – lässt sich das Günstig-Storck zu einem soliden Tourer aufmotzen. Trail-Freunde rüsten gleich noch einen Schnellspanner an der Sattelstützenklemme nach. Übrigens: Mit nur drei Rahmengrößen ist die Staffelung ziemlich grob gehalten, was die Auswahl einschränkt. Die Größe L fällt mit einem Reach von 423 Millimetern eher kurz aus.

Test 2017: Storck Zero2Nine

Storck Zero2Nine

FAZIT Florentin Vesenbeckh, BIKE-Redakteur: Der Ausstattungsmix am Zero2Nine ist nicht ganz schlüssig. Vor allem durch den langen Vorbau leiden Handling und Fahrspaß. Das Gute daran: Wer einen kürzeren Vorbau und bessere Reifen montiert, tunt das 29er zu einem guten Allrounder mit einem edlen Alu-Rahmen, das sich deutlich von der Masse abhebt. Die Shimano-XT-Gruppe überzeugt.

Florentin Vesenbeckh

BIKE-Redakteur Florentin Vesenbeckh

Test 2017: Storck Zero2Nine

Storck Zero2Nine: Die Verarbeitung des Rahmens ist einwandfrei. Die Schweißnähte sind verschliffen und erzeugen eine edle Optik. Kleines Manko: Ein Sattelschnellspanner fehlt.

Test 2017: Storck Zero2Nine

Storck setzt auf Directmount-Umwerfer, verzichtet aber auf Boost-Standard.

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Storck Zero2Nine

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Storck Zero2Nine

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Testbrief: Storck Zero2Nine

Hersteller/Modell/Jahr Storck Zero2Nine/2017
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Storck Bicycle GmbH, 06126/95360,
www.storck-bicycle.de
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: S, M, L / L
Preis 1.899,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 11,52 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 70,1 °/71,9 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 110,0 mm/636,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.120,0 mm/320,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/124,0 mm, -/-
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -45 mm/423 mm/630 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Magura TS8/ -
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Shimano XT/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen DT Swiss M 1900 Spline/Schwalbe Rocket Ron Performance 2.25, Schwalbe Rocket Ron Performance 2.25
BIKE Urteil1 gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Florentin Vesenbeckh am 12.07.2017
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