Vergleich Mondraker Podium Carbon Vergleich Mondraker Podium Carbon

Test 2016: Mondraker Podium Carbon

CC-Hardtail: Mondraker Podium Carbon im Test

Henri Lesewitz am 07.02.2017

Die Gattung der "integrierten Bikes" gehört zu den exotischen am Markt. Wer auf formschlüssige Cockpits steht, hat nur die Auswahl zwischen Look und Mondraker. Das Podium Carbon im Einzeltest.

Ein guter Grund, auch das Race-Hardtail der Spanier mit zum 4-Islands-Rennen zu nehmen. Der Modellname des Mondraker lässt keinen Zweifel an der Ausrichtung: Podium Carbon. Die Optik elektrisiert den Betrachter nicht weniger als das Look. Der Vorbau fügt sich derart perfekt in die Linie des Oberrohrs, dass erst beim Einlenken sichtbar wird, dass es sich um ein eigenes Bauteil handelt. Das voluminöse, eckige Unterrohr steht so vertrauenerweckend wie ein Stahlträger zwischen Steuer- und Sitzrohr, während das Oberrohr mit einem rattenscharfen Knick in zarte Sitzstreben übergeht. Große Design-Kunst. Doch anders als beim Look verzichten die Mondraker-Konstrukteure auf eine integrierte Sattelstütze. Was schlicht und einfach praktische Gründe hat. Gut auch: Das Podium bietet Platz für zwei Flaschenhalter.

Große Überraschung: So spektakulär das Podium aussieht, so unspektakulär ist sein Fahrverhalten. Die Geometrie ist ausgewogen. Man sitzt sportlich, aber keineswegs gestreckt. Richtungsbefehle werden souverän umgesetzt. Obwohl das Podium keine Gewichtsrekorde erzielt, fährt es sich doch spritzig. Der Sitzkomfort kommt an den des Looks nicht heran. Dafür ist die Front noch steifer als beim französischen Artverwandten. Das Podium entpuppt sich beim 4 Islands als stimmiges Konzept. Die Hammeroptik gibt es quasi obendrauf. Sie erfordert keine Kompromisse. Gut so. 

Test Mondraker Podium Carbon

Unser Testbike: das Mondraker Podium Carbon.

Einzeltest 2016: Mondraker Podium Carbon

Mondraker Podium Carbon: Gut geknickt: Der Übergang von Oberrohr und Sitzstreben ist Hingucker und Versteifung gleichermaßen.

MTB-Test Mondraker Podium Carbon

Mondraker Podium Carbon: In die Verlängerung ... Der Vorbau duckt sich flach in den Fahrtwind und scheint aus dem Oberrohr zu wachsen. 

Geometrie Mondraker Podium Carbon

Mondraker Podium Carbon

Einzeltest 2016: Mondraker Podium Carbon

Mondraker Podium Carbon

Testbrief: Mondraker Podium Carbon

Hersteller/Modell/Jahr Mondraker Podium Carbon/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Blue Factory Team (Mondraker), 0034-965-063426,
www.mondraker.com
Material/Grössen/Testgrösse Carbon/H: S, M, L / M
Preis / Preis (Rahmen) 3.599,00 Euro / 1.599,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 10,59 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 70,6 °/73,5 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 90,0 mm/607,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.099,0 mm/305,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/-, -/-
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -61 mm/423 mm/621 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Rock Shox SID RL 100mm solo Air 15x100/ -
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Race Face Aeffect/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel Shimano BR-M447/Shimano BR-M447
Laufräder/Reifen Mavic Crossride 29 tubeless/Maxxis Ikon 29x2,2 3C tubeless, Maxxis Ikon 29x2,2 3C tubeless
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Henri Lesewitz am 07.02.2017
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