Bei Anruf Bike: Die Versender versprechen Bike-Vergnügen zum kleinen Preis. Mit großzügigen Service-Angeboten polieren sie ihr Image auf. BIKE hat den Inhalt der Pakete über die Trails gejagt und im Testlabor untersucht – Hardtails um 1200 Euro.

Henri Lesewitz am 05.11.2003

Versand – seit vielen Jahren eng verknüpft mit Quelle und Co.: Socken im Zehnerpack, Bettwäsche für 20 Euro. Schmucklose Taiwan-Bikes – Ramsch statt Qualität. Doch die Realität sieht längst anders aus. „Wir entwickeln und produzieren unsere Bikes genau so, wie es andere Hersteller auch tun”, behauptet Canyon-Chef Arnold. „Einziger Unterschied: Wir sind etwa ein Drittel billiger“. Schließlich kaufe der Kunde direkt beim Hersteller und umgehe so die Händler-Spanne, die er im normalen Shop zahlen müsste – für viele Biker ein wichtiges Kaufargument. Zumindest solange die Qualität stimmt.

Um die zu sichern, hat der zum Beispiel Rose-Versand aus Bochold ein bis Taiwan reichendes Netzwerk aus Entwicklern und Produzenten gesponnen. Man will sich abheben. Andere Versender betreiben bei der Rahmenentwicklung weniger Aufwand. Sie kaufen stattdessen bewährte Technik ein und gestalten sie mit dem eigenen Logo. So oder so – das Angebot freut den Kunden und schockt die Händler.

Auch beim Service geben die Versender kräftig Gas. Telefonberatung, Service orientiert, problemlose Reklamationsabwicklung bei Garantiefällen – der Kunde soll wiederkommen und ist deshalb König.

Die Bikes in diesem Test:

2-Danger Hot Carrot, Barellia MTB Light, Canyon Grand Canyon Race, Dynamics Magic XT, Radon ZR Limited XT, Red Bull AL 400

Henri Lesewitz am 05.11.2003