Test 2017: Norco Range C 9.2 Test 2017: Norco Range C 9.2

Test 2017: Norco Range C 9.2

Schnell und wild: Norco Range C 9.2 im Test

Florentin Vesenbeckh am 31.08.2017

Keine Kompromisse, scheint das Motto bei den Kanadiern zu lauten. Massive 2,5er-Reifen, breite und robuste Felgen, ein 800er-Lenker – das Norco verspricht Abfahrtsspaß im härtesten Gelände.

Naturgemäß drückt das auf die Waage: Mit 14,3 Kilo ist das edle Carbon-Geschoss kein Leichtgewicht. Damit sind wir gleich beim Hauptkritikpunkt an langhubigen 29ern: Kombiniert man die großen Räder mit pannensicheren Reifen, drückt das unweigerlich aufs Gewicht. Die schweren Laufräder kosten nicht nur im Labor Punkte, sondern machen sich auch im Anstieg bemerkbar. Dafür bleibt der Hinterbau beim Pedalieren erfreulich ruhig. Besonders mit der sehr effektiven Dämpferplattform klettert das Range ordentlich. Aber zurück zur Kernkompetenz des Enduros: In der Abfahrt bescheren das potente Fahrwerk, die großen Laufräder und der sehr flache Lenkwinkel Laufruhe und Sicherheit en masse. Auf verwinkelten Pfaden wirkt das Range dadurch eine Spur träge, braucht eine strenge Führung und Nachdruck bei Richtungswechseln. Wer das beherrscht, wird mit Speed und Spurtreue belohnt. Hinterbau und Gabel geben viel Feedback und fallen eher racig-straff aus. Damit positioniert sich der Kanadier klar als Vollgas-Enduro. Wer es verspielter möchte, ist mit der 27,5"-Version, die auf einem eigenen Rahmen basiert und etwas mehr Federweg bietet, wohl besser beraten. Auch kleine Fahrer greifen zum 27,5er, das es in Rahmengrößen von XS bis XL gibt. Einen Kompromiss haben wir zu guter Letzt doch noch gefunden: Die 180er-Bremsscheibe am Vorderrad steht einem Geschoss dieser Klasse nicht gut zu Gesicht. Dafür begeistern andere Details wie ein erstklassiger Rahmenschutz und die perfekte Zugführung.

Test 2017: Norco Range C 9.2

Norco Range C 9.2


Florentin Vesenbeckh, BIKE-Testredakteur: Ein Bike mit klarem Charakter: Schnell und wild lautet die Devise. Wer den Abwärtsdrang zu zähmen weiß, bekommt ein starkes Race-Enduro und kann es damit richtig krachen lassen. Für entspanntes Trailcruisen gibt es verspieltere Gefährten, und Touren-Enduristen wünschen sich ein leichteres Bike – vor allem in dieser Preisklasse. 

Florentin Vesenbeckh

BIKE-Redakteur Florentin Vesenbeckh


Test 2017: Norco Range C 9.2

Beim Norco Range kommt der metrische Dämpfer mit Trunnion-Mount zum Einsatz. 

Test 2017: Norco Range C 9.2

Norco Range C 9.2: Eagle. Bei einigen Konkurrenten gibt’s diesen Luxus erst an den noch teureren Top-Modellen.

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Norco Range C 9.2

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Norco Range C 9.2

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Testbrief: Norco Range C9.2

Hersteller/Modell/Jahr Norco Range C9.2/2017
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos LTP Sports Group Inc. (Norco Bicycles),
www.norco.com
Material/Grössen/Testgrösse Hybrid/H: M, L, XL / L
Preis / Preis (Rahmen) 5.499,00 Euro / 2.999,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 14,30 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 65,0 °/74,8 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 40,0 mm/619,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.221,0 mm/338,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/158,0 mm, -/152,0 mm
Übersetzung 1-fach
BB Drop/Reach/Stack -33 mm/460 mm/621 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Rock Shox Lyrik Solo Air RC/Rock Shox Super Deluxe RC3
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel SRAM X1-1400 Eagle/SRAM XO1 Eagle/SRAM XO1 Eagle
Bremsanlage/Bremshebel SRAM Guide RS/SRAM Guide RS
Laufräder/Reifen SRAM MTH 716 15 x 110, Race Face AR30, SRAM MTH 746 12 x 148, Race Face AR30/Maxxis Minion DHF 3C Max Terra EXO TR 2.5WT, Maxxis Minion DHR II 3C Max Terra EXO TR 2.4WT
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Florentin Vesenbeckh am 31.08.2017
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