Test 2017: Maxx Fab4 29 Test 2017: Maxx Fab4 29

Test 2017: Maxx Fab4 29

Enduro mit Plus-Reifen: Maxx Fab4 29 im Einzeltest

Peter Nilges am 10.07.2017

Ein Bike für alle Fälle. Um dem Kunden größtmögliche Variabilität zu bieten, legt Maxx sein Fab4 als Enduro aus, in das sowohl 29-Zoll-, als auch 27,5-Plus-Laufräder passen.

Eine Geometrieverstellung, um die kleinen Höhenunterschiede der Laufräder auszugleichen, bietet Maxx dabei nicht. Dafür kann im Online-Konfigurator die Ausstattung frei angepasst werden und auch ein zusätzlicher Laufradsatz bestellt werden. Auch in unserem Test durfte sich das Bike mit beiden Laufradgrößen beweisen. Auf der ersten Ausfahrt sind die 29-Zöller dran. Im Anstieg bleibt das Fahrwerk für ein Enduro relativ ruhig, und der Hinterbau pumpt nur mäßig – die Plattform ist effektiv. Durch den steilen Sitzwinkel ist die Position aufrecht. Beim Abbiegen auf den verblockten Trail vermissen wir etwas das erhoffte Schluckvermögen, das ein langhubiges 29er im Idealfall verspricht. Der Federweg fühlt sich eher straff an, statt endlose Reserven zu vermitteln. Die langen Kettenstreben unterstützen die Klettereigenschaften, begrenzen aber den Spieltrieb des Bikes. Nach dem Wechsel auf die 3,0er-Plus-Bereifung ändert sich das Bild: Das Fahrwerk wirkt deutlich satter, und die tiefere Position verleiht mehr Ruhe. So fliegt das Fab4 auch über ruppigste Passagen. Allerdings wird die Fahrt auch etwas träger, was nicht gerade zu spritzigen Antritten animiert. Im technischen und rutschigen Bergaufgelände sind die Breitreifen kaum zu schlagen, vor allem in Kombination mit der bergtauglichen Übersetzung. Allerdings traten die beiden Systeme den Vergleich nicht völlig auf Augenhöhe an: Während die 3,0er-Nobby-Nics in weicher Trailstar-Mischung rollten, kam das 29er mit rutschigeren Pace-Star-Gummis.

Test 2017: Maxx Fab4 29

Maxx Fab4 29


FAZIT Peter Nilges, BIKE-Testleiter: Im technischen Gelände sind die breiten Plus-Walzen eine Macht. Ob im Anstieg oder in der Abfahrt, die Reifen bieten enorme Traktion. Allerdings kommt das Tretlager mit dem Plus-Laufradsatz sehr tief, und das Bike wird durch die Reifen träger. Dennoch: Solange es nicht auf Zeit geht, würde ich dem Fab4 in den meisten Fällen die breiten Schlappen aufziehen.

Peter Nilges

Peter Nilges, BIKE-Testleiter

Test 2017: Maxx Fab4 29

Eine minimalistische Führung hält die Kette am Maxx Fab4 auf dem 30er-Blatt.

Test 2017: Maxx Fab4 29

Maxx Fab4: Die außen verlaufende Ansteuerung der Kindshock-Stütze ist nicht mehr aktueller Standard. Die Abdeckung an der Stütze löst sich leicht und ging verloren.

Test 2017: Maxx Fab4 29

Maxx Fab4 29

Test 2017: Maxx Fab4 29

Maxx Fab4 29

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 2/2017 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

iTunes StoreGoogle Play Store

Testbrief: Maxx Fab 4 B+

Hersteller/Modell/Jahr Maxx Fab 4 B+/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Maxx Bikes GmbH, 08031/26050,
www.maxx.de
Material/Grössen/Testgrösse Alu/H: S, M, L, XL, XXL / M
Preis / Preis (Rahmen) 4.692,00 Euro / 1.499,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 13,85 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 67,0 °/75,2 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 50,0 mm/591,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.190,0 mm/336,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/158,0 mm, -/160,0 mm
Übersetzung 1-fach
BB Drop/Reach/Stack -21 mm/421 mm/635 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Rock Shox Pike RCT3 160/Rock Shox Monarch Plus RC3 DebonAir
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Shimano XT/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen DT Swiss 350, Sun Ringle Duroc 40, DT Swiss 370, Sun Ringle Duroc 40/Schwalbe Nobby Nic Evo Snake Skin Trail Star 3,0, Schwalbe Nobby Nic Evo Snake Skin Trail Star 3,0
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Peter Nilges am 10.07.2017
Kommentare zum Artikel