Federwege um 160 Millimeter, dicke Reifen und Gesamtgewichte ab 13 Kilo – die neuen Enduros sind perfekt für Park und Trail. Sechs dicke Dinger um 3500 Euro treten zum Vergleichstest an. Wer hat den Reifen vorn?

Peter Nilges am 30.09.2008

Der Trail windet sich gemütlich am Hang entlang. Irgendwo muss doch gleich die Abzweigung in das Steilstück kommen. “Hier geht’s runter”, ruft Stephan, während er mit kurzem Handgriff seine Teleskop-Sattelstütze absenkt und nach rechts in den Pfad abkippt. Holger klebt an seinem Hinterrad. Der Weg hat es in sich. Auf losem Untergrund schlängelt er sich steil in die Tiefe, um an der Schlüsselstelle – Kurve um einen Baum herum mit hoher Wurzelstufe – noch steiler zu werden. “Spaßiger Trail, aber eine kurze Vorwarnung, dass es jetzt richtig steil wird, wäre nett gewesen”, meint Holger mit Blick auf seinen immer noch ausgefahrenen Sattel. Sinnvolle Details wie eine höhenverstellbare Stütze können das Enduro-Leben eben deutlich erleichtern. Sechs langhubige Enduros um 160 Millimeter Federweg und Preisen zwischen 3 200 und 3 500 Euro buhlen in unserem Test um die Gunst der Enduristen.

Fahrwerksarbeit: Auf richtig verblockten Passagen zählt jeder Zentimeter Federweg und eine harmonische Dämpfung.

Peter Nilges am 30.09.2008