Viel Federweg muss nicht gleich schweres Downhill-Gerät bedeuten. Moderne 170-Millimeter-Enduro-Gabeln wiegen knapp über zwei Kilo und ebnen selbst fiesestes Geläuf. Fünf leichte Grosskaliber im Test.

Peter Nilges am 29.11.2012

Allround ist nicht gleich Allround. Die Definition dieses Begriffes ist immer eine Frage des Standpunktes. Für meinen Teil jedenfalls deckt die Gattung nicht absenkbarer und daher leichter Federgabeln mit 160 bis 170 Millimetern Federweg ein umfangreiches Areal auf der Spielwiese Mountainbike ab. Also kein massenkollidierendes Nischenprodukt? Jein. Sicherlich macht so viel Federweg im hohen Norden oder in gemäßigten Mittelgebirgsregionen nicht wirklich Sinn. Und auch die fehlende Absenkung spukt in vielen Köpfen als unüberwindbarer Bremsanker bergauf herum. Dennoch ist die Breite des Einsatzgebietes nicht zu unterschätzen. Moderne Enduros bieten mit steilen Sitzwinkeln um 74 Grad sehr gute Klettereigenschaften, und auch die überschüssigen Pfunde der Bikes schmelzen wie Eis in der Mittagssonne. Gewichte um zwölf Kilo sind mittlerweile bei den abfahrtslastigen Allroundern möglich, damit liegen sie in Schlagweite zu vielen All Mountains. Nicht zuletzt aufgrund der stetig wachsenden Zahl an Enduro-Events kommt dieser Gabel-Gattung also immer mehr Bedeutung zu. In unserem Vergleichstest haben wir fünf potente 170er-Forken ohne Absenkung von 599 bis 1139 Euro auf ihre Talente geprüft – im Labor, und in unserem Testrevier Saalbach-Hinterglemm.

Die Testergebnisse dieser Modelle finden Sie unten im PDF-Download:
• BOS Deville 170
• Marzocchi 55 RC3 Evo Ti
• Rock Shox Lyrik RC2 DH
• SR Suntour Durolux RC2
• X-Fusion Vengeance HLR

Peter Nilges am 29.11.2012