BIKE 12/2017 Yeti Galerie BIKE 12/2017 Yeti Galerie

Leserbike Yeti-Galerie

Im Reich der Yetis

Henri Lesewitz am 02.11.2017

Christian Czapalla hat ein "Kamikaze-Yeti". Deshalb schaffte er es mit seinem Schmuckstück in die Rubrik Leserbike. Auf seiner Yeti-Farm finden sich aber noch viel mehr Raritäten der US-Kultschmiede.

Ach, waren das Zeiten, als Bikes noch mit fetischistischer Hingabe in kleinen Schmieden gefertigt worden – als Bikes durchgetunete Einzelstücke waren und MTB-Shops eher Juwelierläden glichen als Sportartikelläden.

Fat Chance, Klein, Merlin – Klassik-Fans bekommen beim Klang dieser Namen leuchtende Augen. Kaum eine Firma aber umweht eine solch mythische Aura, wie die US-Schmiede Yeti. Radikale Rahmen, Innovationen wie der erste konifizierte Alu-Rohrsatz der Welt, dazu ein Team, das aus den Superhelden der damaligen Zeit bestand: Myles Rockwell, Jimmy Deaton und allen voran Missy Giove.

Yeti war schon damals Kult. Heute sind vor allem die frühen Stahl- und Alu-Bikes begehrte Sammlerstücke. In der aktuellen BIKE-Ausgabe 12/2017 stellen wir das Yeti A.R.C. LT des Wahl-Schweizers Christian Czapalla vor. Die große Frage im Vorfeld war: Welches seiner 25 Schmuckstücke soll vor die Kamera? Christian ist Yeti-Fan durch und durch. Seine Kollektion ist selbst für Szene-Verhältnisse spektakulär – auch wenn überpingelige "Time correct"-Verfechter bei dem einen oder anderen Detail vielleicht die Augen verdrehen mögen.

BIKE 12/2017

In BIKE 12/2017 stellen wir ein besonders schönes Yeti A.R.C. LT aus Christians Sammlung im Detail vor. Die Ausgabe gibt's seit 7. November am Kiosk, im DK-Onlineshop und als Digital-Ausgabe für alle Endgeräte.

"Ich möchte betonen, dass es immer mein Wunsch war, die Yetis nach meinem eigenen Geschmack aufzubauen und nicht den Katalog- oder Renneinsatzvorbildern nachzuempfinden", stellt Christian klar und erzählt weiter: "Zwangsläufig kommt man da um die ,golden Brands’ der Neunziger nicht drum rum. Kooka, Hed, Ringlé, Chris King, Grafton, Cook Bros., Critical Racing und so weiter bilden den Hauptanteil der verbauten Teile, sind aber zum Teil nach eigenem Geschmack gemixt. Es ist die Freude am Schrauben, meinen Bikes immer wieder aufs Neue ein frisches Flair zu verpassen. Es kann durchaus sein, dass ich ein bereits fertiges Bike wieder demontiere und in völlig anderer Konstellation zusammensetze."

Christian Czapalla Yeti-Sammler

Die Qual der Wahl: Christian Czapalla besitzt so viele Yeti-Klassiker, dass wir uns gar nicht entscheiden konnten, welches Bike wir vor die Kamera holen sollten. Also zeigen wir einfach alle.

Das größte Ziel sei das Hüten dieser unglaublichen Ära für die Nachwelt, fasst Christian zusammen. Denn: "Solche Bikes gibt’s nie wieder."

Damit sich die BIKE-Leser auch an seinen anderen Yetis erfreuen können, hat er seine Lieblings-Bikes abgelichtet. Viel Spaß beim Durchscrollen oder Durchklicken. Sie wollen mit Ihrem Schmuckstück in BIKE vorgestellt werden? Bewerben Sie sich mit dem Stichwort "Leser-Bike": bikeMag@bike-magazin.de

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Trikots, Poster, Bikes: Der Keller von Christian ist ein begehbarer Yeti-Schrein.

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Die Schätze der goldenen Tuning-Ära: Steuersätze, Kurbeln, Vorbauen – alles in kunterbunten, schrillen Farben funkelnd.

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Spindfoto für Yeti-Fans. Im Vordergrund sieht man ein 1994er-Yeti A.R.C. in winzigen 14 Zoll – äußerst selten, vor allem in diesem erstklassigen Zustand.

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Yeti Ultimate von 1990 im typischen "Yeti-Türkis". Die Accu Trax-Gabel und der Vorbau sind in der Kontrastfarbe Gelb lackiert – ebenfalls typisch für frühe Yetis.

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Yeti A.R.C. LT: Das LT (Long Travel) war die Downhill-Version des A.R.C. Dieses Schmuckstück in schwarz/türkis stammt aus der frühen 1994er-Baureihe. Der Lack ist original. 

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Yeti A.R.C. A LT: Das Bike vom Leserbike-Shooting, auf dem Foto hier jedoch wieder auf komplett gelbe Hed-Felgen umgebaut. So, wie es bei Christian im Keller steht. Für das BIKE-Shooting hatte er das originale, türkisfarbene Hinterrad von Yeti-Star Kelly Lee verbaut.

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Yeti A.R.C., Baujahr 1993. Die zweifarbige Lackierung war typisch für Yeti-Bikes und wurde "Dart-Design" genannt. Käufer konnten aus verschieden Kombinationen wählen. Die meisten entschieden sich für die Team-Farben Grau/Türkis oder Gelb/Türkis. In Türkis/Weiß sah man die Bikes eher selten. Hingucker sind die vielen Grafton- und Ringlé-Teile. 

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Yeti A.R.C AS Baujahr 1993: Das AS (Active Suspension) war ein minimal gefedertes Cross-Country-Fully, das gelegentlich aber auch im Downhill gefahren wurde. Dieses hier fällt vor allen durch seine ungewöhnliche "Dart-Kombination" in den Farben Gelb/Purple auf. Baujahr 1993. Original Lack. Aufbau: Hed-Carbonfelgen, Ringlé- und Grafton-Teile, Shimano XTR-Schaltung, Manitou-Gabel.

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Yeti F.R.O., Baujahr 1992: F.R.O. steht für "For Racing Only". Das Stahlbike war für den Hardcore-Einsatz konzipiert. Dieses hier ist ein echtes Sammlerstück: Türkis mit neonfarbener Front, sowie einem ziemlich katalognahen Aufbau mit XT-Gruppe und schwarzen Onza Porcupine-Reifen. Traumhafter Zustand. 

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Yeti A.R.C. AS: Replika des Teambikes von Missy Giove, hier in 17,5 Zoll. 1993er-Baujahr, alle Originalaufkleber von damals drauf. Answer Atac-Vorbau im "Team-Cut" sowie Missys Speedcase von Grafton in Türkis/Purple. Alles ziemlich originalgetreu, so Christian.

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Yeti A.R.C. der ersten Generation in der Teamfarbe Grau/Türkis mit Tioga Disc Wheel. Herstellungsjahr 1992. Leider mit Riss im Steuerrohr.

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Yeti F.R.O. in Purple, Baujahr 1990 oder 1991, das konnte Christian bisher nicht abschließend klären. Hübsch, aber schon etwas ausgehärtet: Die legendären Onza Porcupine-Reifen in Weiß. Das Disc Wheel sowie alle anderen Teile sind nahezu neuwertig. Selten: Die stählernen Bullseye-Kurbeln.

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Yeti A.R.C., Baujahr 1994: Was für eine Farbkombination! Purple/Orange – das war die originale Lackierung für ein Renn-Team aus Utah/USA. Die winzig kleine Rarität hat Rahmengröße 14 Zoll und ist komplett mit Grafton, Ringlé und Shogun aufgebaut.

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Yeti Road Project, Baujahr 1994, 20,5 Zoll, in Weiß/Türkis mit originalem Sugino Disc, Shogun-Felgen, Ringlé, Chris King und Campagnolo-Ausstattung. Christian hat es auf Ebay von einem szenebekannten Yeti-Sammler ersteigert. 

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Yeti A.R.C. in der seltenen, umgedrehten Team-Farben-Kombination mit dem Hinterbau in Türkis und gelber Front. Die Hed-Felgen sind die DH-Version und wurden in Cross-Country-Yetis damals nicht gefahren. Sie passen aber farblich perfekt.

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Yeti A.R.C., Baujahr 1994 mit Hed und grauen Ritchey Skinwall Z'Max. Das Bike befindet sich in einem wirklich traumhaften Zustand. Eloxierte Zuganschläge, Grafton-Bremsen, Cook Bros Racing-Kurbeln, Ringlé-Flaschenhalter – alles vom feinsten.

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Yeti Sherpa, Mitte der Neunziger die eher günstige Art, Yeti zu fahren. Dieses 96er-Modell war das erste Yeti von Christian überhaupt. Ähnlich dem F.R.O. Pro Stahlrahmen, 16 Zoll, klassisch aufgebaut mit Shimano XT.

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Yeti A.R.C., Baujahr 1993: Eine einfarbige Lackierung ist super selten bei einem A.R.C. – Das Grau bildet den perfekten Kontrast zu den purplefarbenen Anbauteilen. Rahmenhöhe: 19 Zoll. Natürlich mit den Tuning-Klassikern der frühen Neunziger aufgebaut: Ringlé, Chris King, Hügi-Naben in purple, Critical Racing-Bremsen und so weiter.

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Yeti A.R.C. AS in Weiß/Türkis: ein liebevoll restauriertes Repaint, neu gepulvert von der Firma Götz. Baujahr 1994 mit weißen "Porcs" und Heds in schwarz. Alle Aluteile sind aufpoliert. "Eine spezielle Optik", gibt Christian zu. "Sieht live aber echt geil aus. Auch ein Repaint hat seine Daseinsberechtigung."

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Yeti A.R.C. LT: Die Heds sind vorne gelb und hinten türkis. Der gelbe Azonic-Lenker verleiht dem Bike eine radikale Optik, ebenso wie die HS33-Bremsen von Magura, die eher untypisch sind für ein 96er-LT. Die Dämpfer für Yeti hat damals übrigens Risse Racing gefertigt.

Henri Lesewitz am 02.11.2017
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