Test Energieriegel, Gels und Pulver für Mountainbiker Test Energieriegel, Gels und Pulver für Mountainbiker

Test Energieriegel, Gels und Pulver für Biker

Richtige Ernährung bei MTB-Marathons und im Training

Björn Kafka am 12.12.2017

Mehr Muskeln, weniger Fett, bessere Ausdauer – das hört sich verlockend an. Doch Pulver, Gels und Energieriegel machen erst Sinn, wenn sie bei MTB-Marathons und im Training richtig eingesetzt werden.

Die letzte Rettung liegt an der Bundesstraße 5: Martin Hansmann klickt aus den Pedalen und torkelt zur Eingangstür der Tankstelle. Seit drei Stunden hat er nichts mehr gegessen. „Nüchterntraining“, hatte er noch vor dem Start der Ausfahrt gepredigt, sei die beste Wahl, um den Fettstoffwechsel zu aktivieren. Davon will der 31-Jährige jetzt nichts mehr wissen. Er rutscht mit seinen Cleats über den gefliesten Boden, bis er vor dem Zuckerzeugsregal an der Kasse steht. Dann geht alles blitzschnell: Hansmann angelt mit zittrigen Fingern sein Geld aus der Trikot­tasche, Sekunden später mampft er Haribo, Snickers und Kinderriegel in sich hinein – seine Rettung für die letzten 13 Kilometer bis zum heimischen Sofa.

Ernährung im Ausdauersport ist heute eine komplexe Wissenschaft. Während die Tour-de-France-Rennfahrer in der heroischen Epoche der 1930er-Jahre noch zu Rotwein mit Ei griffen, lassen sich Athleten heute von Ernährungs-Experten coachen und gluckern hoch-getunte Kohlenhydrat-Drinks in sich hinein. Der Hobbybiker aber steht ratlos vor prallgefüllten Regalen mit Dosen, Tüten und Schachteln. Protein oder High-Performance? Flüssig oder fest? Was steckt überhaupt in den angepriesenen Wundermitteln? Und wann sollen sie eingesetzt werden? BIKE erklärt, was die Inhaltsstoffe zu bedeuten haben und welches Gel, welcher Riegel oder welches Pulver in welcher Situation am besten wirkt.


WUSSTEN SIE EIGENTLICH ...?

Magengrummeln – Die zwei häufigsten Gründe:
1. Unverträglichkeit von Fruktose. Bei diesem Kohlenhydrat (KH) kann es ab 20 g/Std. zu Magenkrämpfen kommen.
2. Wasserbindung im Darm aufgrund von Dextrose (ab 30 g/Std.). Deshalb Vorsicht vor Trauben­zucker.

Isoton, Hyperton, Hypoton:
Von isotonischen Getränken hat jeder schon einmal gehört, aber was bedeutet das? Bei diesen Sportgetränken ist der Anteil von Elektrolyten im Getränk gleich dem des Blutes – das ist ideal.
Hyperton hat einen zu hohen Anteil – dadurch wird dem Magen-Darm-Trakt Flüssigkeit entzogen und der Körper entwässert.
Getränke, die eine geringere Konzentration gelöster Teilchen im Vergleich zum Blut haben, nennt man hypoton. Davon muss mehr getrunken werden, um genug Elektrolyte zu erhalten.


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Timing auf Tour


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Björn Kafka am 12.12.2017
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