Cannondale und GT zeigen futuristische Design-Studien. Nur Show? Oder Grundlage für künftige Prototypen?

Henri Lesewitz am 31.08.2012

Henri: Wie schmeckt eigentlich ein Hut? Bitter, wie Autoreifen? Oder neutral, wie das „Gourmet Menü“ von Air Berlin? Muss grad drüber nachdenken. Stehe am Stand von Cannondale vor einem riesigen Terrarium, dessen Glaswände von aufgeregten Messe-Besuchern angesabbert werden. Die Typen pressen sich regelrecht die Nasen dran platt, während die Spucke unkontrolliert aus den Mundwinkeln läuft. Die sind völlig von Sinnen!

© Henri Lesewitz Optische Furore: Die Design-Studie von Cannondale ist eine Hommage an das Delta V 4000 von 1994.

Das Cannondale im Terrarium erinnert aber auch ziemlich exakt an das sagenumwobene, legendäre Delta V 4000, wegen dem Firmen-Boss Scott Montgomery einst an seinem Hut rumknabbern musste. Er hatte der Presse damals erklärt, dass aus dem Prototypen innerhalb eines Jahres ein serienreifes Bike wird. War natürlich Pustekuchen. Der Prototyp von 1994 war per CNC aus einem Alu-Block geraspelt und sah nicht gerade bequem aus. Egal, jetzt steht bei Cannondale jedenfalls wieder so ein Teil herum. Diesmal aus Kunststoff. Meine Bandscheiben zucken alleine schon beim Anblick ängstlich zusammen.

© Henri Lesewitz Beiwagen-GT für Turtel-Tauben. Leider nicht für die Serie vorgesehen.

Noch wesentlich cooler finde ich die GT-Designstudie im Nachbar-Terrarium. Ein Bike mit Beiwagen. Damit kann man mit der Süßen entspannt zum Picknick cruisen. Also falls die Karre in Serie geht, würde ich mir das Ding definitiv kaufen. Ich kann GT als Motivation ja anbieten mir im „World of Country“-Store einen Cowboy-Hut zu kaufen und ihn zu verspeisen, falls die Design-Studie innerhalb eines Jahres in Serie geht.

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Henri Lesewitz am 31.08.2012
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