Die Stahl-Kurbeln des Leipzigers Sören Marx sehen klassisch aus und werden in Handarbeit hergestellt. Technisch sind sie auf der Höhe der Zeit.

Henri Lesewitz am 04.09.2012

Henri: Früher waren die Kurbeln ja die Visiten-Karte eines jeden Mountainbikes. Völlig egal, was für ein Rad man fuhr. Die Kurbel musste vom Allerfeinsten sein. Bunt, funkelnd, exorbitant teuer. Heutzutage zeigen Kurbeln dem Betrachter höchstens auf, wie viele Grautöne es doch auf dieser Welt gibt: Stahlbeton-Grau, Gehwegplatten-Grau, Schlamm-Grau. Da kommt einem das gelegentliche Schwarz einiger Kurbeln schon beinahe schrill und poppig vor.

So, nun habe ich mir in tagelangen, aufreibenden, hochkreativen Denkprozessen diesen schönen Einstiegstext für die Kurbel der Leipziger Zubehör-Schmiede „Unique Cycles“ ausgedacht. Und was passiert? Macher Sören Marx hat die Ausstellungs-Kurbel ausgerechnet in der Farbe Grau lackiert. Dachpappe-Grau, um genau zu sein. Ist denn das zu fassen!? Schließlich gibt es das Prachtexemplar doch in allen, wirklich allen Farben!

© Henri Lesewitz Mag es klassisch: Sören Marx baut seine Kurbeln unter dem Label Unique Cycles in Handarbeit.

Auch sonst hebt sich das Teil erheblich vom Rest der am Markt erhältlichen Kurbeln ab. Die Arme sind nahtlos aus Stahl gezogen und werden mit 12,5 Tonnen Druck in ihre Profil-Form gebracht. Erinnern ein  bisschen an die alten Bullseye. Alles wird in Handarbeit hergestellt. Das Gewicht hält sich mit 750 Gramm für das komplette Zweifach-Set (Arme, Achse, Stern, keine Blätter) in Grenzen. Der Preis im Verhältnis zum Aufwand auch: 399 Euro. Die idealen Kurbeln für Titan-, oder Stahl-Bikes.

Eine Website gibt es nicht. Sören freut sich aber über Mails an uniquebicycles@web.de

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Henri Lesewitz am 04.09.2012
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