Stöckli Bike Ahead 1 Stöckli Bike Ahead 1

Eurobike 2015: Bike Ahead baut Worldcup-Siegerbike

Neues Stöckli-Fully made in Germany

Christoph Listmann am 27.08.2015

Mit seiner auf Carbon-Fertigung spezialisierten Schmiede Bike Ahead hat Christian Gemperlein für Stöckli das ultimative Race-Fully entwickelt und gebaut.

Aufmerksame Zuschauer haben es bereits bei den letzten Worldcup-Rennen entdeckt, das neue Race-Fully von Jolanda Neff und Mathias Flückiger. Schwarzes Carbon, darauf das Stöckli-Logo, aber auf der Innenseite der Kettenstreben der Schriftzug: Prototype, made in Germany.

Stöckli Bike Ahead

Nur sechs dieser Bikes gibt es aktuell. Eine Serienfertigung ist derzeit nicht geplant.

Die ultimative Rennmaschine für das Stöckli Racing Team

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Die Kettenstreben erinnern stark an das Specialized Epic Worldcup. Man beachte die Kettenführung.

Was dahinter steckt, zeigt uns auf der Eurobike Christian Gemperlein, Chef der Carbon-Schmiede Bike Ahead. Er bekam von Stöckli den Auftrag, fürs Profi-Team mit Neff und Flückiger die ultimative Rennmaschine zu bauen. Geometrie und Kinematik lieferte dabei Stöckli, die Konstruktion übernahm Gemperlein. "Wir haben analysiert, was die Mitbewerber gut machen und aus den besten Ideen das optimale Bike gebaut", sagt der Chef von Bike Ahead. Sichtbar wird das beispielsweise bei der voluminösen Kettenstrebe, die man auch am Specialized Epic Worldcup entdeckt.

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Nur 1800 Gramm soll der filigrane Rahmen ohne Dämpfer wiegen.

Ziel des Projekts war natürlich maximale Steifigkeit bei geringstem Gewicht. 1800 Gramm soll der Rahmen wiegen (ohne Dämpfer), das ist ein ausgezeichneter Wert. "Die Steifigkeit liegt 15 Prozent über dem Wert der Benchmarks", freut sich Gemperlein. Dazu hat das Carbon-Chassis beim Prüfinstitut Zedler den Advanced-Plus-Test bestanden.

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Flückiger und Neff fahren Shimanos XTR Di2.

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Auch der Fox ICTD-Dämpfer wird elektronisch bedient. 

Mit 9,4 Kilo komplett mit Flaschenhalter also gute Ausgangsbasis für ein schnelles Racebike, eins das komplett in Deutschland und in der Schweiz gefertigt wurde. Christian Gemperlein glaubt dennoch nicht an eine Serienfertigung: "Wir sind stolz, dass wir dieses Projekt von Null an mit begleiten konnten, es existieren aber nur sechs Rahmen". Stöckli setzt das Bike ausschließlich im Rennsport ein und bewirbt es auch nicht in seiner 2016er Palette.

Neu: Bike Ahead Carbon-Laufräder, breite Carbon-Felgen und Lenker

Bike Ahead hat darüberhinaus seinen Laufrädern eine neue Optik gegeben. Die Biturbo RS besitzen nun kantige Speichen und sind nochmal 140 Gramm leichter (1190 g). Neu für 2016 sind außerdem ein Carbon-Lenker mit Vorbereitung für innen verlegte Di2-Leitungen und eine leichte Carbon-Felge (The Rim XC 29, 285 g) mit 24er Maulweite. In Zusammenarbeit mit TUNE entstehen damit sehr leichte, stabile Laufräder.

Bike Ahead Lenker

Clever: für Di2-Leitung vorbereiteter Carbon-Lenker.

Bike Ahead Biturbo RS

Die neuen Biturbo RS-Räder zeichnen sich durch die kantige Formensprache aus.

Christoph Listmann am 27.08.2015
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