Lapierre E-Bikes 2017 Lapierre E-Bikes 2017

Eurobike 2016: Top-10 der E-Mountainbikes

Die 10 spannendsten E-Mountainbikes 2017

Tobias Brehler am 03.09.2016

Wie in den Fahrradläden dominierten 2016 E-Mountainbikes die Eurobike. Fast jeder große Hersteller hatte eins im Programm. Oft standen die E-Bikes sogar in der vordersten Reihe des Messestandes.

Erweiterten letztes Jahr die Antriebshersteller noch die Akkukapazitäten, liegt der Fokus 2017 klar auf der Integration des Antriebs und Displays. Haibike stellte ein im Vorbau integriertes Display vor, welches zusammen mit Yamaha entwickelt wurde. Focus dagegen hat die Systemintegration auf die Spitze getrieben und sogar Einbußen bei Leistung und Reichweite in Kauf genommen. So bringt das Focus Project Y weniger als 13 Kilogramm auf die Waage.

Außerdem haben Bosch und Brose Konkurrenz auf dem Antriebsmarkt bekommen. Yamaha hat den PW-X, Shimano den Steps E8000 auf den Markt gebracht. Wie erste Fahrtestes gezeigt haben, sind beide ernst zu nehmende Konkurrenten für Bosch und Brose.

Außerdem scheint es so, als hätte sich das Plus-Format im E-Bike-Segment durchgesetzt. Bis auf das Rotwild R.E+ FS rollen alle hier vorgestellten Mountainbikes auf Plus-Pneus. Diese erhöhen nicht nur den Komfort, sondern auch die Sicherheit. Zudem sorgen sie in steilen Anstiegen für mehr Traktion.

Haibike 2017 E-MTB SDuro

Haibike SDuro AllMtn
Das neue Haibike SDuro AllMtn rollt auf Plus-Reifen, bietet 150 Millimeter Federweg und hat eine modernere Geometrie (längerer Reach und kürzere Kettenstreben) erhalten. Ein 500 Wh-Akku befeuert den neuen Yamaha PW-X Antrieb. Dieser kann über das im Vorbau integrierte Display überwacht werden. Am 5499 Euro teuren 8.0 dämpft die neue Magura Boltron Upside-Down-Federgabel.

Lapierre E-Bikes 2017

Lapierre Overvolt Carbon AM
Die Entwickler von Lapierre haben den 500 Wh-Akku von Bosch direkt über dem Performance CX-Antrieb in den Carbon-Rahmen integriert. Dieser extrem tiefe Schwerpunkt dürfte bergab, gepaart mit dem 150/140 Millimeter Fahrwerk und einem 66er Lenkwinkel für massig Laufruhe sorgen. Das Topmodell 900+ rollt auf breiten Plus-Reifen und verfügt über eine Sram EX1-Schaltung. Alle Overvolt AM-Bikes kommen mit der neuen, hauseigenen Vario-Sattelstütze.

Moustache Samedi 27

Moustache Samedi 27 Race
Die französichen Entwickler von Moustache haben für 2017 den 500 Wh-Akku von Bosch formschön in den Rahmen integriert. Dieser befeuert den Bosch Performance CX-Antrieb. Das gezeigte Topmodell verfügt über einen Carbon-Rahmen, zwei weitere Enduro-Modelle kommen mit Alu-Rahmen. Geometrie und Hinterbau sind bei bei Carbon- und Alu-Rahmen identisch, beides wurde jedoch für die neue Saison überarbeitet. Außerdem verfügen alle Modelle über eine Vario-Stütze und Elffach-Schaltung.

Scott E-Spark

Scott E-Spark
Die Schweizer bringen mit dem E-Spark ein E-Mountainbike für den Trail-Einsatz auf den Markt. Es verfügt über 130 Millimeter Federweg an der Front und 120 Millimeter am Heck. Hinten setzt Scott auf den Fox Nude-Dämpfer mit Trunnion-Aufnahme. Im Unterrohr befindet sich der Akku. Dieser befeuert den Shimano E8000-Antrieb. Geschalten wird am Topmodell mit der elektrischen Shimano XT Di2. Die Preise der drei Modelle rangieren zwischen 4599 und 6999 Euro.

Giant Full-E+

Giant Full-E+
Giant bringt mit dem Full-E+ ein All-Mountain-Bike mit 140 Millimetern Federweg. Der Giant Syncdrive Sport-Motor kommt aus dem Hause Yamaha, der Akku ist komplett im Rahmen integriert. Für Grip sorgen Nobby Nics in 2,55 Zoll Breite, die Ausstattung zeigt sich stimmig. Die Preise reichen von 3499 bis 6999 Euro.

Cube Reaction Hybrid E-MTB

Cube Reaction Hybrid SL
Als "Gravity Casting" bezeichnet Cube sein neues Unterrohr, das in den Hardtails der Reaction Hybrid-Serie zum Einsatz kommt und den Moter samt Akku etwas dezenter aufnimmt als ein normales Rundrohr. Weitere Vorteile der kompakten Bauweise: Ab der Rahmengröße 18 Zoll (Größe M) kann ein Flaschenhalter montiert werden. Alle Züge verlaufen elegant im Inneren des Rahmens. Kleiner Nachteil: Die neue Konstruktion bringt zirka 500 Gramm mehr auf die Waage als im Vorjahr. Das Reaction Hybrid SL HPA 500 kostet 2799 Euro.

Rotwild R.E+ FS

Rotwild R.E+ FS
Das E-Enduro besitzt ein 160 Millimeter-Fahrwerk in Kombination mit "normalen" 27,5 Zoll-Laufrädern. Die Federgabel besitzt 34 mm Standrohre, das erhöht zusammen mit den breiten Achsen im Boost-Standard die Steifigkeit. Der Lenkwinkel ist anpassbar, es besitzt eine Kettefnührung und eine 1x11-Kassette. Es gibt zwei Ausstattungsvarianten für 6999 (Evo) und 5699 (Pro), sie werden in drei Größen angeboten (M/L/XL).

Simplon Steamer Carbon

Simplon Steamer Carbon
Die Schweizer bieten mit dem Simplon Steamer Carbon ein Carbon-Fully mit 150 Millimetern Federweg und breiten Reifen an. Das E-Bike richtet sich vor allem an All-Mountain-Piloten, soll aber auch Enduro-Biker glücklich machen. Angetrieben wird das Bike vom Shimano Steps E8000-Motor mit voll integriertem Akku.

Mondraker E-Bikes 2017

Mondraker e-Prime Carbon
Für die nächste Saison hat Mondraker ein komplett neues Carbon-Hardtail mit Plus-Pneus entworfen. Vorne dämpft eine 120-Millimeter-Gabel die Stöße, hinten sollen spezielle Sitzstreben – "FlatStays" genannt – den Komfort erhöhen. Ein starker Bosch Performance CX-Antrieb mit 500Wh-Akku sorgt für ausreichend Vortrieb. Zudem verfügt der neue Carbon-Rahmen über alle gängigen Standards. Erhältlich sind vier Größen von S bis XL. Es gibt zwei Modelle: Ein günstigeres für 4399 Euro und ein teureres für 6999 Euro. Das Topmodell soll nur 18,3 Kilogramm auf die Waage bringen.

Merida eOneSixty

Merida eOne-Sixty
Merida hat 2017 ein neues E-Enduro mit 160er Fahrwerk und Plus-Reifen im Angebot. Der Shimano Steos E8000-Antrieb leistet hier die Unterstützung. Die Preise der drei Modelle beginnen bei 4199 Euro. Das Topmodell für 5499 Euro verfügt über eine Shimano XT Di2-Schaltung und ein edles Fox Factory-Fahrwerk.

Tobias Brehler am 03.09.2016
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