Scott E-Spark Electric Mountainbike 2017 Scott E-Spark Electric Mountainbike 2017

Scott E-Spark 700 Tuned Plus im Fahrtest

Olympia-Bike mit Shimano Steps

Tobias Brehler am 03.05.2017

Scott stellt mit dem E-Spark ein neues E-MTB vor, das auf dem Erfolgsmodell Spark basiert. Der Shimano Steps-Motor treibt das Plus-Bike an. Wir sind die neue Trailrakete schon gefahren.

Nach den Olympia-Erfolgen von Nino Schurter und Jenny Rissveds hat das Scott Spark alle überzeugt. Jetzt haben die Schweizer den MTB-Rahmen fürs E-Mountainbiken modifiziert. Der Rahmen wurde verstärkt und der Hinterbau angepasst. Das Plus-Bike liefert 130 Millimeter an der Front und 120 am Heck. Über den bekannten Twin Lock-Hebel kann der Heck-Federweg auf 85 Millimeter reduziert werden. Auch eine Lockout-Funktion steht zur Verfügung.

Scott E-Spark

Der Akku verbirgt sich im voluminösen Unterrohr. So hat selbst eine große Wasserflasche Platz auf dem Unterrohr.

Alle vier Modelle - das E-Contessa Spark ist extra für Damen - treibt der Shimano Steps-Motor mit 500 Wh-Akku an. Der Akku ist dabei formschön im Unterrohr integriert - selbst eine große Wasserflasche findet darauf Platz. Das Steps-Aggregat kann mit geringem Gewicht und kleinem Bauraum bei gleichzeitig starker Leistung überzeugen. Auch die Bedienung lässt keine Wünsche offen: Die Modi wechselt man mit einem Di2-Trigger, die Infos erscheinen auf dem unauffälligen, aber gut lesbaren Di2-Display.

Die Geometrie zeigt sich modern: Der moderate Lenkwinkel (67,5 Grad) in Kombination mit den kurzen Kettenstreben (447 Millimeter) verspricht ein verspieltes Handling. Der lange Reach (461 Millimeter in L) sollte für ausreichend Laufruhe sorgen.

Scott E-Spark

Das Topmodell E-Spark 700 Tuned Plus kommt mit top Ausstattung und schicker Lackierung.

Scott E-Spark 700 Tuned Plus

Das Topmodell für 7000 Euro kommt mit edlem Fox Factory-Fahrwerk mit Kashima-Beschichtung. Die verbaute Float 34-Forke weist Fox als E-MTB-geeignet aus. Die Gänge wechselt eine elektronische Shimano XT-Schaltung, die perfekt mit dem Antrieb harmoniert. Die Maxxis-Pneus schmiegen sich an hochwertige Syncros-Felgen. Diese drehen sich um DT Swiss-Naben. 200er Scheiben drehen sich durch die XT-Bremsanlage und sorgen für eine gute Verzögerung. Das Gewicht liegt bei 21,9 Kilo.

Scott E-Spark 710 Plus

Das 710er verfügt über ein Fox Performance Elite-Fahrwerk und ebenfalls eine Fox Transfer-Sattelstütze. Geschalten wird mit einer mechanischen Shimano XT, gebremst ebenfalls mit XT. Dieses Modell bringt 22,2 Kilo auf die Waage und steht für 5800 Euro beim Händler.

Scott E-Spark

Das E-Spark 710 Plus steht für 5800 Euro mit Fox-Federelementen und Vario-Stütze beim Händler.

Scott E-Spark 720 Plus

Der Einstieg in die elektrifizierte Spark-Welt kostet 4600 Euro. Das günstigeste Modell dämpfen eine Rock Shox Sektor-Gabel und ein X-Fusion-Dämpfer. Hier wechselt ein Shimano SLX-Antrieb die zehn Gänge, gestoppt wird das 22,4 Kilo schwere E-MTB mit einer Shimano Deore-Bremse.

Scott E-Contessa Spark 710 Plus


Das Damen-Bike hat den gleichen Rahmen wie die anderen Modelle, nur die relevanten Anbauteile hat Scott gegen Teile getauscht, die an die Anatomie der Frau angepasst sind. Das Fahrwerk sowie Vario-Stütze und  Schaltung sind identisch zum Unisex 710er Bike.

Scott E-Spark

Schickes Detail: Die Kabel für die Di2-Steuerung verschwinden im Lenker.

Scott E-Spark

Mehr Integration geht kaum: Die Gangwahl der Shimano XT-Schaltung wird zusammen mit den Motordaten im Di2-Display angezeigt. Die Kabel verbergen sich komplett im Rahmen.

Fahrbericht Scott E-Spark 700 Tuned Plus

Das E-Spark fährt sich mit der modernen Trail-Geometrie für ein E-MTB erfrischend spielerisch. Kein Trail ist ihm zu schmal, keine Kurve zu eng. Egal ob langsam oder mit Vmax, die Lenkung bleit gut kontrollierbar und präzise. Man sitzt sportlich, aber nicht zu gestreckt. Dank des tiefen Tretlagers steht man im Bike und nicht oben drauf. Das Fahrwerk arbeitet sensibel wie ein Seismograph, ist hervorragend abgestimmt und nutzt die Federwege gut aus.

Details wie der in der Nabe integrierte Geschwindigkeitssensor und die schon ab Lenker (!) innen verlegten Kabel der elektrischen Di2-Schaltung sind seltene Attribute und positionieren das Bike klar in der Oberliga. Die Kritik fällt schmal aus: Lediglich die Reifen bergen bei schlechtem Wetter Tuningpotential.

Scott E-Spark

Holger Meyer jagt das E-Spark über die ligurischen Trails.

Test-Fazit

Top Fahreigenschaften, tolle Details, ästhetische Optik – das E-Spark ist ein spritziges Trailbike der ersten Liga.

Tobias Brehler am 03.05.2017
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