Merida eOne-Sixty 900 Merida eOne-Sixty 900

EMTB Test: Merida eOne-Sixty 900

Merida E-Enduro im Test

Tobias Brehler am 20.09.2017

Das Merida eOne-Sixty gilt als eines der spannendsten E-MTBs des Modelljahres 2017. Wir haben das E-Enduro bereits ausführlich in Labor und Praxis getestet.

Das Merida eOne-Sixty ist mit seinem 160-Millimeter-Fahrwerk und der modernen Geometrie ein echtes Enduro. Die Frage beim E-MTB-Kauf schlechthin: Warum nicht mehr Federweg, wenn daraus keine offensichtlichen Nachteile entstehen? Wir haben diesen augenscheinlichen Alleskönner getestet:

Im Merida eOne-Sixty steckt der Shimano Steps-Motor. Dieser erlaubt dank kompakter Bauweise kurze Kettenstreben: Der 445 Millimeter kurze Hinterbau verspricht in Kombination mit dem 67,1 Grad steilen Lenkwinkel ein agiles Fahrverhalten, während der 438er-Reach (Größe M) für Laufruhe sorgen sollte.

Merida eOne-Sixty 900

Die potente Rock Shox Lyrik-Federgabel harmoniert gut mit dem 160-Millimeter-Hinterbau.

Das getestete eOne-Sixty 900 für 5000 Euro überzeugt mit edler Opik: Die funkelnde Metallic-Lackierung wirkt sehr hochwertig, der auf dem Unterrohr sitzende 500 Wh-Akku ist optisch unauffällig integriert. Die Ausstattung kann überzeugen: Vorn dämpft die Rock Shox Lyrik-Federgabel, hinten der Super Deluxe-Dämpfer. Die elf Gänge wechselt die Shimano XT, die Kassette (11-46) bietet eine große Bandbreite. Auch bei der Bremse setzt Merida auf die XT.

Auf dem Trail überzeugt das eOne-Sixty mit angenehmer Sitzposition. Doch das Merida fühlt sich erst so richtig wohl, wenn der Pilot aufstehen muss: Geht's zur Sache, schluckt das Fahrwerk souverän alle Schläge. Verspielt und gleichzeitig sicher rauscht man über verwinkelte Trails. Das Cockpit gibt viel Sicherheit: Kurzer Vorbau, breiter Lenker - so gefällt uns das. Die Maxxis Minion-Reifen in 2,8 Zoll erzeugen viel Grip, ob nass oder trocken.

Merida eOne-Sixty 900

Das stimmige Cockpit bestehend aus kurzem Vorbau und breitem Lenker gibt bergab viel Sicherheit.

Merida eOne-Sixty 900

Die 2,8 Zoll breiten Maxxis Minion DHR2-Reifen erzeugen massig Grip.

Kein Vorteil ohne Nachteil: Bergauf steigt das Vorderrad früher als bei manchem Konkurrent. Das liegt an den kurzen Kettenstreben, aber auch an der Traktion der Maxxis-Reifen. Mit etwas Körpereinsatz kann man das Vorderrad aber auf Kurs halten und selbst sehr steile Rampen in Angriff nehmen.

Test-Fazit zum Merida eOne-Sixty

Merida hat mit dem Enduro-Bike eOne-Sixty einen fähigen Allrounder im Angebot, der mit hochwertigem Rahmen, gutem Antrieb und leistungsstarken Komponenten überzeugen kann.

In der aktuellen Ausgabe des EMTB-Magazins tritt das Merida gegen die Konkurrenz von BH, Cannondale, Conway, Flyer, KTM, Rotwild und Stevens an. Wie es sich im Vergleichstest der E-Enduros schlägt, steht in EMTB 3/2017 – Das Magazin für E-Mountainbiker ist am Kiosk, im DK-Onlineshop und als Digital-Ausgabe im iTunes-Store und bei Google Play (Android) erhältlich.

Tobias Brehler am 20.09.2017
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