Specialized Kenevo Expert 27.5 6 Fattie Specialized Kenevo Expert 27.5 6 Fattie

Neuheiten 2018: Specialized Turbo Kenevo

Kenevo: Turbo Levo bekommt Freeride-Bruder

Tobias Brehler am 13.09.2017

Specialized baut mit dem Kenevo sein E-MTB-Angebot aus: Das 180-Millimeter-Bike kommt mit Brose-Motor und integriertem 500 Wh-Akku. Der Freerider soll shutteln überflüssig machen.

Specialized Kenevo

Als Vorbild für das Kenevo dient das Enduro von Specialized – klar erkennbar an der Rahmenform.

Specialized Kenevo E-MTB

Neben dem komplett schwarzen Bike steht noch ein türkis-grünes Modell in den Läden.

Das Specialized Levo hat sich bereits zur festen Größe unter den E-Mountainbikes entwickelt. Für 2018 haben die Amerikaner das Trailbike verfeinert und mit einem Carbon-Rahmen Gewicht gespart. Auch uns weiß das Levo zu überzeugen, doch wenn es richtig zur Sache geht, kommt der Hinterbau an seine Grenzen. Deshalb hat Specialized jetzt ein E-MTB auf Basis seines Enduro-Bikes im Angebot.

Das Turbo Kenevo hat ein 180-Millimter-Fahrwerk und eine abfahrtsorientierte Geometrie: Der flache 65er-Lenkwinkel verspricht in Kombination mit dem tiefen Tretlager viel Laufruhe, der Reach fällt mit 455 Millimetern in L eher moderat aus. Die Kettenstreben können die Amerikaner am Kenevo auf 443 Millimeter kürzen. So sollte einer verspielten Fahrweise nichts im Weg stehen.

Specialized Kenevo

Wie beim Levo wird der Motor seitlich am Unterrohr-Akku eingeschaltet. Die LED-Anzeige dient als Füllstandsanzeige für den Akku.

Specialized Turbo Levo FSR Carbon

Die neue Bedieneinheit begeistert mit ihrem minimalistischen Design. Außerdem gibt's erstmals eine Schiebehilfe.

Specialized Kenevo

Der neue 1.3er-Turbo-Motor soll im Kenevo mehr Leistung bei gleichzeitig gesteigerter Effizienz liefern.

Im Kenevo setzt Specialized die gleiche Antriebseinheit wie im Levo ein: Der neue 1.3er Turbo-Motor aus dem Hause Brose liefert 15 Prozent mehr Leistung. Gleichzeitig will Specialized die Effizienz gesteigert haben und so etwaigen Hitzeproblemen vorbeugen. Zudem wird Hitze jetzt besser im Motorraum verteilt und das neue Gehäuse soll sie besser nach außen ableiten. Außerdem soll die neue Software nochmals sanfter Unterstützen und besser Entkoppeln über der 25 km/h-Grenze. Die neue Bedieneinheit verfügt erstmals über eine Schiebehilfe, bleibt aber weiterhin unauffällig klein.

Die Ausstattung erscheint stimmig: Vorne dämpft eine Rock Shox Lyrik-Federgabel mit 180 mm Federweg, hinten der Öhlins TTX 22M-Stahlfederdämpfer. Bei den Reifen greifen die Amis auf ihre eigene Ware zurück: Die 2,8 Zoll breite Butcher-Reifen mit neuer Gripton-Mischung sollen für ausreichend Grip sorgen. Die Sram Code-Stopper sorgen für reichlich Verzögerung, die elf Gänge wechselt die Sram GX-Schaltungruppe. Vorerst wird es in Deutschland nur eine Version des Kenevo geben, nämlich das 6300 Euro teure Expert-Modell.

Specialized Kenevo

Die neue „Command Post WU“ hat zwar nur 125 Millimeter Hub, senkt den Sattel aber effektiv um 15 Zentimeter ab. Wie das? Beim Absenken der Stütze wird der Sattel leicht nach hinten gekippt. Das soll mehr Platz schaffen.

Specialized Kenevo

Praktisch: Trotz massivem Dämpfer findet ein Flaschenhalter im Rahmen des Kenevo Platz.

Specialized Kenevo

Vorerst wird es nur das 6300 Euro teure Kenevo Expert geben. Einmal komplett in schwarz…

Specialized Kenevo 2018 E-MTB

… und in türkis-grüner Farbe.

Tobias Brehler am 13.09.2017
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