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Test EMTB: Motoren zum Nachrüsten

Sinn oder Unsinn? So wird's eigene Bike zum E-MTB

Christoph Malin am 10.01.2017

Das eigene Bike in ein E-MTB verwandeln? Den alten Downhiller zum Moped transformieren? Das geht! Die Lösung: Motoren zum Nachrüsten. Doch Achtung: Die Bastelei birgt viele Fallen.

Der Nachrüstmarkt blüht. Nicht jeder will sein vorhandenes Mountainbike gegen ein neues E-Mountainbike tauschen. Nachrüstmotoren bieten sich als Alternative an. Die Unterschiede in Performance, Gewicht, Leistung und Funktionsumfang sind jedoch beträchtlich. BionX, Vivax, XDreamlite (XDL) und EGO-Kit bieten höchst unterschiedliche Fahrerlebnisse. Die Einbauten – alles andere als trivial – sollten schon mal vom geschulten Fachhandel erledigt werden. Wer sich nicht den falschen Motor ans Bike schrauben will, checkt vor der Motorumrüstung folgende Punkte:

1. Pedelec, S-Pedelec oder nur Gasgriff? BionX und Vivax bieten Pedelec-Funktion, XDL bietet Pedelec und S Pedelec sowie Gasgriff. EGO-Kit bietet Gasgriff, Mittreten ist je nach Übersetzung fallweise möglich.

2. Hält der Rahmen? Und ist er für eine Nachrüstung freigegeben? Ob ein Rahmen die Kräfte eines Nachrüstmotors verkraftet, klärt langfris­tig nur der Selbstversuch. In der Regel erlöschen Garantie oder Gewährleistung des Rahmen- oder Bike-Herstellers, es sei denn, dieser gibt die Nachrüstung spezifischer Motoren frei (z. B. Alutech: EGO-Kit), oder bietet selbst Komplett-Bikes an (Vivax).

3. Antrieb: 11fach? Zu filigran! Her mit dem guten alten 9fach-System. Mit bis zu 3400 Watt oder 4,6 Pferdestärken walgt der EGO-Kit-Motor durch Schaltwerk, Ritzelpaket, Kette und Hinterradnabe.

4. Einsatzzweck? Mit EGO-Kit und XDReamlite am besten ab in den Bikepark. Diese Motoren packen kräftig mit an. Auf Tour sind BionX, Vivax und XDReamlite dank Pedelec-Funktionalität treue Begleiter. Außerdem: S-Pedelecs unterliegen unterschiedlicher nationaler Gesetzgebung. EGO-Kit-Fahrer sollten grundsätzlich nur Privatstraßen und Bikeparks nutzen.

5. Motorstärke, Akku-Kapazität, Reichweite? Die Stärke des Motors und die Kapazität des Akkus bestimmen die Reichweite. Für alle Hersteller gilt: den stärksten Akku nehmen.

6. Akku am Rahmen oder im Rucksack? Geschmackssache.

Fotostrecke: Test: E-MTB-Motoren zum Nachrüsten

Auf den Folgeseiten finden Sie die vier gängigsten Nachrüstsysteme in der Einzelbetrachtung:

• Bionx D 250 DV
• Ego Kit 3400 WRP Rocker-Ego
• Vivax Assist 4.75
• Xdreamlite Mac P1700

EMTB Titel 2/2016

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Christoph Malin am 10.01.2017
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