Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

Test 2017: Knieschoner für Mountainbiker

Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

Stefan Frey am 06.12.2017

Moderne Knieschoner sind leicht und komfortabel. Wir haben getestet, was sie im harten Einsatz taugen.

Vor allem schützen die flexiblen Schaumplatten zuverlässig vor Verletzungen. Wir haben fünf Modelle getestet, die auf jeder Trailtour gute Dienste leisten.

AmplifI Cortex Polymer

Der Cortex überzeugt mit sehr guten Dämpfungswerten. Damit erfüllt er das strenge Schutzlevel 2. Zusätzlich schützen seitliche Pads. Zwei Klettgurte fixieren den Sas-Tec-Schaum, der sich etwas volumi­nös übers Knie wölbt. Beim Pedalieren kann's in der Kniekehle zwicken. Dank Spezial­beschichtung gleitet das Pad gut am Boden ab.

Preis 110 Euro
Info amplifisports.com
Gewicht 550 Gramm
Größen S-XL
Restenergie¹ 8731 N

Stoßdämpfung    6 von 6 Punkten
Tragekomfort    4 von 6 Punkten

Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

AmplifI Cortex Polymer


Fox Launch D3O

Sehr gute Dämpfungswerte und ein hoher Tragekomfort machen den Fox zu einem Favoriten im Testfeld. Der Schoner sitzt kompakt und angenehm am Knie – da zwickt und drückt nix. Raffiniert: die aufgeklettete Plastik­platte. So gleitet der Schoner leichter auf dem Boden ab und verschleißt nicht so schnell; dafür ist er etwas schwerer.

Preis 135 Euro
Info foxracing.com
Gewicht 606 Gramm
Größen S, M, L
Restenergie¹ 13234 N

Stoßdämpfung    5 von 6 Punkten
Tragekomfort    6 von 6 Punkten

Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

Fox Launch D3O


Fuse Echo 75
Der wuchtige Fuse empfiehlt sich allen Bikern, die ihr Bein möglichst großflächig schützen wollen und dennoch einen Schoner suchen, der sich angenehm trägt. Hier wird Weichschaum (Knie) mit einer kurzen, gepolsterten Plastikschiene kombiniert. Sie wehrt zum Beispiel beim Abrutschen das Pedal ab und verhindert so offene Schienbeine.

Preis 90 Euro
Info sportimport.de
Gewicht 624 Gramm
Größen XS-XXL
Restenergie¹ 7792 N

Stoßdämpfung    6 von 6 Punkten
Tragekomfort    5 von 6 Punkten

Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

Fuse Echo 75


Leatt 3DF Hybrid

Der Leatt Hybrid kombiniert Weichschaum mit Plastik. Die Plastikplatte will das Schienbein zusätzlich schützen, reicht aber nicht sehr weit nach unten. Die Kniekappen sind relativ klein, dafür gibt’s seitliche Schaumpad-Einlagen. Der Schoner sitzt etwas schwammig und nicht ganz verrutschsicher am Bein, dafür kneift nichts.

Preis 80 Euro
Info sports-nut.de
Gewicht 496 Gramm (L)
Größen S/M, L/XL, XXL
Restenergie¹ 13476 N

Stoßdämpfung    5 von 6 Punkten
Tragekomfort    5 von 6 Punkten

Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

Leatt 3DF Hybrid


Sixsixone Evo Knee II

Sehr gute Werte bei der Schlagprüfung, guter Trage­­komfort durch einen ergonomisch vorgeformten, hochwertigen Schaumkörper machen den 661 zu einem gerne getragenen Schoner. Er wird nur mit einem Klettband ans Bein gestrapst – das gibt nicht ganz so viel Halt. Mit zusätzlichem unteren Gurt säße der Schoner noch kompakter.

Preis 120 Euro
Info cosmicsports.com
Gewicht 512 Gramm (L)
Größen S-XL
Restenergie¹ 14476 N

Stoßdämpfung    5 von 6 Punkten
Tragekomfort    5 von 6 Punkten

Aufprallschutz: 5 MTB Knieprotektoren im Test

Sixsixone Evo Knee II


¹Die Knieprotektoren wurden vom TÜV Rheinland in Anlehnung an die Motorrad-Prüfnorm EN 1621.1 getestet. Dabei fällt ein 5-Kilo-Eisenklotz aus einem Meter Höhe auf das "Sensorknie" mit Protektor. Die Restenergie wird aufgezeichnet – je höher der Wert, desto geringer der Schutz. Fürs sichere Schutzlevel 2 dürfen die Restkräfte im Durchschnitt 20 Kilonewton (kN) nicht überschreiten, der Einzelschlag darf nicht höher als 30 kN sein. Beim zahmeren Schutzlevel 1 liegen die Grenzen bei 35 kN für den Durchschnitt der Schläge und 50 kN für den Einzelschlag. 


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 8/2017 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

iTunes StoreGoogle Play Store

Stefan Frey am 06.12.2017
Kommentare zum Artikel