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Test 2014: MTB-Helme für Touren-Biker

Touren-Helme: 13 MTB-Modelle im TÜV-Test

Stefan Frey am 13.10.2014

Der Helm ist das Schutzschild des Bikers. Doch nicht jedes Modell schützt gleich gut. Im TÜV-Test mussten 13 MTB-Helme zeigen, wie gut sie Stöße abdämpfen können.

Ein Helm soll seinen Träger schützen. Dafür muss er allerdings einige harte Prüfungen durchlaufen. Alle in Deutschland verkauften Helme müssen nach der Europäischen Norm EN 1078 geprüft und zertifiziert werden. Dort werden Sie verschiedenen Tests unterzogen. Rutscht der Helm beispielsweise bei einem Sturz vom Kopf, fällt er durch den „Abstreiftest“.

Diese MTB-Helme für Touren-Biker finden Sie im Test:

• Abus S-Force Pro
• Bell Stoker
• Bontrager Circuit (BIKE-Tipp Preis/Leistung)
• Endura Singletrack Helmet
• Giro Phase
• Lazer Ultrax
• Limar 885 Superlight
• Mavic Notch
• Met Veleno
• Northwave Scout
• Scott Wit
• Specialized Tactic 2
• Uvex Ultra SNC (BIKE-Tipp Testsieger)

Nicht jeder Helm schützt gleich gut

Diagramm Stoßdämpfung

Auch die Stoßdämpfungseigenschaften eines Helmes werden bei Prüfinstituten, wie dem TÜV Rheinland, getestet. Dabei darf ein Wert von 250 g nicht überschritten werden. Die g-Kraft bezeichnet die durch die Beschleunigung auftretende Belastung. Die Normprüfung haben alle Modelle im Test abgelegt und bestanden, aber: Nicht jeder Helm schützt gleich gut. Um die durchaus relevanten Unterschiede herauszufiltern, haben wir 13 Touren-Helme mit Preisen bis maximal 120 Euro zum Crashtest beim TÜV Rheinland geladen. Dort müssen die Helme zwei Kriterien bestehen: Zuerst schlägt der Helm auf einen flachen, danach auf einen keilförmigen Amboss, der eine Bordsteinkante oder einen Felsen simuliert. Zur Messung wird ein spezieller Prüfkopf mit Messtechnik bestückt. Die Kandidaten werden auf eine definierte Höhe gezogen und rauschen mit 5,47 beziehungsweise 4,6 Metern pro Sekunde auf das Hindernis zu.

Prüfsiegel

Bei bestandener Normprüfung erhält der Helm das Prüfsiegel. Darauf sollten Sie beim Kauf immer achten.

Prüfsiegel

Lässt ein Hersteller seine Helme vom TÜV zertifizieren, erhält er auch das Siegel für „geprüfte Sicherheit“.

Belüftungstest im Labor

Fotostrecke: Belüftung im Vergleich

Damit man einen Helm auch aufsetzt, muss er nicht nur gut aussehen, sondern auch gut belüftet sein. Den Belüftungstest haben wir in unserem Labor durchgeführt. Um die unterschiedlichen Temperaturen am Kopf darzustellen, verwenden wir eine Infrarot-Kamera. Jeder Helm wird auf einem künstlichen Prüfkopf korrekt angepasst und mit 20 ° Neigungswinkel ausgerichtet. Danach wird der Prüfkopf mit stets gleichbleibend warmer Luft über eine Dauer von drei Minuten belüftet. Die Thermografie-Aufnahme erfolgt danach ohne Helm.

Kleine Farbenlehre

Belüftungstest

Die Thermografie entlarvt die Schwächen: gut belüftet an der Front, doch am Heck staut sich die Wärme.

Durch die unterschiedlichen Farben lassen sich Temperaturen direkt ablesen. Schwach belüftete Bereiche erscheinen rot, kühle Bereiche blau. Die Durchschnittstemperatur unterscheidet sich von Helm zu Helm nur wenig. Wichtig für die Bewertung ist deshalb auch die genaue Analyse des Bildes, aber auch der Praxistest – weil schon längere Haare die Belüftung beeinflussen können.

Den kompletten Test der MTB-Touren-Helme finden Sie unten als PDF-Download. 

BIKE ist auch als Digital-Ausgabe für alle Endgeräte erhältlich.

Stefan Frey am 13.10.2014
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