Test: Die richtige Brille für Touren-Biker Test: Die richtige Brille für Touren-Biker

Test: Die richtige Brille für Touren-Biker

16 Radbrillen für MTB Touren-Biker im Vergleich

Stefan Frey, Jörg Spaniol am 08.03.2016

Elektronische Fahrwerksverstellung, Reifen in Überbreite oder drei verschiedene Lockouts am Lenker – das sind Spielereien. Was Touren-Biker wirklich brauchen, ist eine schützende Brille.

Kaum hat die Sonne die letzten Schneereste von den Berghängen geschmolzen, erwacht in uns die Lust aufs Abenteuer. Raus aus dem Alltagsmief, rein in die Natur. Mit der richtigen Ausrüstung macht das Ganze gleich doppelt so viel Spaß. Damit Sie auf Ihren Abenteuer-Touren immer den Durchblick behalten, haben wir für Sie 16 aktuelle Sonnenbrillen getestet. Dabei sind wir der elementaren Frage auf den Grund gegangen, welche Brille sich am besten für Mountainbiker eignet: ein Modell mit selbsttönenden Scheiben, das sämtliche Lichtverhältnisse abdeckt? Oder doch lieber eine Brille mit Wechselscheibe? In aufwändigen Labor- und Praxistests haben wir für Sie ermittelt, wie schnell sich selbsttönende Gläser an die Umgebung anpassen, ob sich moderne Wechselgläser spielend leicht oder doch nur mit roher Gewalt tauschen lassen und welches System sich am besten an den Kopf des Trägers anpassen lässt. 

Diese Brillen finden Sie im Test:

Brillen mit Wechselgläsern

• Adidas Evil Eye Halfrim Pro L
• Alpina Tri-Scray (BIKE-TIPP: Preis/Leistung)
• BBB BSG 45 Adapt
• Endura Guppy
• Oakley Jawbreaker
• Smith Pivlock Arena V2
• Swisseye Panorama
• Uvex Sportstyle 702

Brillen mit selbsttönenden Gläsern:

• Alpina Twist Four VLM+
• BBB Winner PH
• Cratoni HighFly
• Endura Pacu
• Oakley Radarlock XL
• Rudy Project Agon (BIKE-TIPP: Testsieger)
• Shimano S20R
• Uvex Sportstyle 700 Vario

IMMER RICHTIG: BRILLEN FÜR JEDES WETTER

Biken statt basteln: Die neueste Brillengeneration verspricht einfache Glaswechsel – oder gleich die selbsttönende Brille für alle Lichtverhältnisse. Was geht, was bleibt Utopie? Acht Selbsttöner und acht Wechselrahmen im Test.

Tönen
• Anpassung an langsame, starke Helligkeitsschwankungen, von praller Sonne bis Nacht
• Eine Brille für alles (bei klarer Ausgangstönung), keine Bastelarbeiten unterwegs

Wechseln
• Filterfarbe passend zum Einsatzgebiet, z. B. kontraststeigernd, aufhellend
• Berechenbare Abdunklung
• Gute Funktion auch z. B. im Auto
• Funktion temperaturunabhängig und alterungsbeständig

DIE RADBRILLE

"Photochromatisch" oder Wechselscheibe – was ist 2015 die bessere Option, wenn eine einzige Brille alle Lichtverhältnisse abdecken soll?

Bei den Modellen mit Wechselscheiben haben wir die Hersteller um Modelle mit "fortgeschrittener Mechanik" gebeten. Also um Modelle, deren Gläser sich auch ohne Fingerabdruck vor der Pupille wechseln lassen. Diverse Riegel und Scharniere ersetzen mittlerweile die rohe Gewalt beim Ein- und Auspressen der Scheiben. Vor allem Adidas, Alpina und Oakleys Jawbreaker glänzen mit praktischen Lösungen. Doch nur Alpina liefert auch die drei sinnvollen Tönungen mit: klar für die Dämmerung, rotbraun bis orange für kontrastarmes Licht und neutrales Grau für grelle Sonne. Bei der Konkurrenz kostet eine Scheibe bis zu 160 Euro.

Die universellsten Selbsttöner beginnen dagegen so hell wie möglich. Ihre Stärke ist noch immer nicht die sekundenschnelle Anpassung, wenn es etwa von der Almwiese in den Tannenwald geht: Bis zu zehn Minuten (Uvex) brauchen sie, um wieder hell zu werden. Dunkel werden sie viel schneller. Die wichtigste Neuerung dieser Klasse sind Scheiben wie die Photochromic 2 von Rudy Project. Während sich alle anderen Gläser in ein neutrales Grau verfärben, tönen sich diese Luxusgläser in kontraststeigerndes Rotbraun.

Unsere Erfahrung: Selbsttöner sind super, wenn man in die Dämmerung kommt. Ansonsten überzeugen mitteldunkle, kon­traststeigernde Scheiben. Wenn sie leicht zu wechseln sind – umso besser.

DIE DETAILS

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 7/2015 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

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Stefan Frey, Jörg Spaniol am 08.03.2016
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